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eine natürliche Wirkung der durch die Goldwährung hervor-gerufenen Schäden — je mehr diese fühlbar werden, um solebhafter muß der Wunsch sich Geltung verschaffen, den einziggangbaren Ausgang aus der Sackgasse der Goldwährung —die internationale Doppelwährung zu erkämpfen. An diesemKampfe mich nach besten Kräften zu betheiligen, ist mir wieallen überzeugten Bimetallistcn einfach ein Gebot der Pflicht-erfüllung — wann die bimetallistische Wahrheit sich Bahnbricht, kann Niemand bestimmen, aber ihr die Wege zu ebnen,ist mir immer eine dankbare Aufgabe gewesen.
Ich hielt diese Auseinandersetzung, welche vielleicht einenzu persönlichen Charakter trägt, auch sachlich für nützlich, weilhier einmal an der Hand einer unleugbaren Thatsache aus derArt, wie der Abg. Bambcrger mit meiner Pariser Rede von1889 im Reichstage verfahren ist, gezeigt wird, wie die An-hänger der Goldwährung ihre Beweisführung, milde gesagt,künstlich ihren Zwecken anpassen. Es läßt sich das nicht immerso schlagend nachweisen.
(Deutsches Wochenblatt Nr. 14 vom 6. April 1898.)
Meine Ausführungen in Nr. 14 des „Deutschen Wochen-blattes" sind in dem von mir herausgegebenen „Kampf umdie Währung" abgedruckt worden. Herr Dr. Bamberger hathierauf folgende Berichtigung eingesandt:
Geehrte Redaktion!
Die mir eben zukommende Nr. 2 Ihres Blattes vom26. April enthält eine längere Auseinandersetzung mit derUcberschrift: „An die Adresse des Abg. Dr. Bamberger." InBeantwortung derselben bemerke ich, daß die von mir zitirtenAeußerungen des Herrn Dr. Arendt auf dem Pariser Kongreßvon 1889 entnommen sind dem in Broschürcnform und in derfranzösischen Wochenschrift „D'Doonomists lranysls" er-schienenen Bericht, der die Unterschrift des Verfassers, desrussischen Staatsraths Arthur Raffalowitsch trägt, welcher 'elbstan diesem Kongreß thcilgcnammen hat und als Vertreter des