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Allgemeines Deutsches Handelsgesetzbuch und Allgemeine Deutsche Wechselordnung nebst Einführungs- und Ergänzungsgesetzen : (Ausg. m. Seerecht) ; Erläut. durch d. Rechtsprechg d. Reichsger. u. d. vormal. Reichs-Oberhandelsger. / v. Julius Basch
Entstehung
Seite
87
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5. Handelsgesetzbuch. Allgemeine Bestimmungen. Art. 2, 3. 37

Art. 2. An den Bestimmungen der Deutschen Wechselordnungwird durch dieses Gesetzbuch nichts geändert.

Art. 3. Wo dieses Gesetzbuch von dem Handelsgerichte spricht,tritt in Ermangelung eines besondern Handelsgerichts das gewöhn-liche Gericht an dessen Stelle.

Hierzu H SS Preußisches Aussührungsgesetz zum Deutschen Gericht-Zvcr-f.isiungzgcsctz v. 24. April 1878 (GS. S. S3ll) iTic Amtsgerichte sind zuständig:

1> für die auf die Führung der Handelsregister, der Genossenschaft-'register, der Musterrcgistcr und der Schiffsregister bezüglichenGeschäfte;

2) für die in dem Handelsgesetzbuch und in den Einsühruiigsgesebe»zu demselben, sowie in dem Gesetze vom 4. Juli 1868, betreffend diefribatrechtliche Stellung der Erwerbs- uud Wirthschastsgcnossenschasten,den Gerichten zugewiesenen, bon den Deutschen Prozeßordnungennicht betroffenen Angelegenheiten.Gesetz, betr. die Erwerbs- und WirthschaftSzcnoffeiisch.iftcn, vom 1. Mai 188U(RGBl. S. SS).

H 10 ... . Das Gcnosscnschastsregistcr wird bei dem zur Führungdes Handelsregisters zuständigen Gerichte geführt.

von Verträgen); zu Art. 284 (Konventionalstrafe)! zu Art. 347 (Disposi-tionsstellung und Mangelanzeige) ) zn Art. 354 bis 356 (gewisse Fälle beiVerträgen über Verkäufe); zn Art. 360 (Erwerb des Besitzes und Eigen-thums am Kommissionsgut); zu Art. 649 (Wirkung der Nebergabe desKonnossements).

°) DaS HGB. enthält keine Bestimmung des Begriffs: Handelssache,vgl. dazu Z 13 Ges. über Errichtung deS OHG. v. 12. Juni 1869 (Nr. 9).Z 101 des GBG. v. 27. Jan. 1877 ? H 21 Ges. zum Schutz der Wcmren-vezeichnung v. 12. Mai 1894 (unten Nr. 17).

4) Ueber daS Bestehen von Handelsgcbräuchen kann die Kammer für.Handelssachen auf Grund eigener Sachkunde und Wissenschaft entscheiden.K 118 GVG.

°) Das Handclsgewohnheitsrecht kann das bürgerliche Recht abändern,OSG. v. 27. Juni 1871, Bd. 3 S. 1: nicht aber Bestimmungen des Han-delsgesetzbuches. RG. v. 12. Dez. 1888, Bd. 23 S. 96 (98).

^o.) Eine Nsancc, daß dem Vermittler in allen Fällen einer bestimmtenArt ohne Rücksicht ans die gesetzlichen AnslcgnngSrcgeln der Artikel 273,279SGB. derAnsprnch auf Provision zn versagen sei, darf gemäß Art. 1 HGB.nicht berücksichtigt werden. RG. v. 18. Jan. 1893, Bd. 30 S. 79.