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Die Zettelbank vor dem Reichstag : Versuch einer gemeinverständlichen Darstellung / Ludwig Bamberger
Entstehung
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könnte heute für immer von der Erdoberfläche vertilgt wer-den, die Banken würden nicht minder wichtig, nützlich, groß-artig bestehen bleiben; und umgekehrt, wenn die Banken alleverschwänden, könnte das Börscnspicl fortwuchcrn. Beideberühren wol einander, aber bedingen einander durchausnicht. Die Wechselbörse ist nur räumlich, und kaum dasnoch, verbunden mit der Effcctcnbörse, sie hat so wenig mitihr zu thun, wie das Getreide- oder Wollgcschäft.

Es war nöthig, diese Abschweifung hier einzuschalten,um den richtigen Standpunkt für die weitere Behandlungunsers Gegenstandes zu gewinnen. Der Tugenddünkel dereinen, die Misgunst der andern, die wohlfeile Spottlust,das Mißtrauen, dessen fruchtbarster Boden die Unkenntlichist, machen sich nur gar zu gern die Arbeit leicht, indem siemit einigen verächtlichen Stichwörtcrn über eine Sache ab-sprechen oder hinausgehen.*)

Durchdrungen wir uns also von dem ganzen Ernst desGegenstandes. Eine falsche Bankpolitik, welche das wahreBankwesen in seinem Gedeihen mit Gefahr bedrohte, würdekeine Schichte der Gesellschaft, man kann sagen kein einzigesMitglied derselben in ihren zerstörenden Wirkungen ver-schonen!

Wir erinnern übrigens im Vorbeigehen an die Schutze-Dctitz'schen Volksbanken, welche im kleinen das Ebenbild der großenBanken sind, wenn auch mit starken Modificationen, wie sie dieBesonderheit der Gattung erheischt.