118
kommen hier so viele Einflüsse auf einen Punkt zusammen,daß es meistens unmöglich ist, auch nur annähernd zu be-stimmen, welche in Wahrheit die Schuld tragen, und wennmehrere zugleich, welcher Antheil auf die einzelnen falle?Nehmen wir die famose Gärung der Jahre 1872 auf 1873,so wird der eine behaupten, der Börsenschwindcl habe diePreise hinaufgetrieben, der andere wird sagen, die fünf Mil-liarden seien Schuld, ein dritter wird es auf die socialistischenUmtriebe der Arbeiterführer schieben, ein vierter auf die Gold-ausprägung, ein fünfter auf die vermehrte Notenausgabe.Vielleicht haben sie alle recht — vielleicht keiner. In derTheorie liegt hier ein Streit vor, für den wie für alte andernauf Begriffszcrlcgung hinauslaufenden in dieser Abhandlungkein Gehör begehrt wird.
In der Hauptsache sagen die einen: Banknoten wirkenim Verkehr wie Geld; je mehr Geld für Waaren gebotenwird, desto höhere Preise. Ergo: ungebührliche Zettelver-mehrung bewirkt Preissteigerung, wie die Entdeckung vonGoldminen. Wogegen die andern einwenden: Man klagt dieBanknoten an, daß ihre ungebührliche Vermehrung das baareGeld hinaustreibe; wenn also die Vermehrung auf der einenSeite eine Verminderung auf der andern zur Folge hat, sowird der umlaufende Gesammtvorrath nicht vermehrt, undfolglich kann der einfache Notcnzuwachs keine Preissteigerungverursachen, den Fall ausgenommen, daß alles Metallgeldverschwände und die EinlöSbarkeit der Noten suspendirt würde.Dann natürlich gäbe es keinen entsprechenden Abfluß mehr,denn Noten, auch wenn deren zu viele da sind, fließen nichtins Ausland. — Wenn die Banken mit ihren im Ueberslußgeschaffenen Noten um sich werfen und Credit geben, so