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thumsverwerthung, für welche die Ziehung von Zins ver-boten war, so mußten Schleichwege, Umwege gemacht wer-den, um dennoch vom Kapital Zins zu ziehen, ohne in dasZinsverbot zu fallen.
Wir kommen nun auf die Art, wie das moderne Bank-wesen entstand.
Die ersten Banken hiesen Montes, ein Wort, welchesnoch übrig ist in dem französischen Mont de Piété. sled
om 12. u. 13. Jahrhunderte wurden Zwangsanleihengemacht, und dafür wurden Zinsen, oder Renten gegeben.Aus den Zwangsanlehen entwickelte sich ein größerer Kom-plex von Geldanlagen, der Mons genannt ward, und erstim 17. Jahrhundert finden wir den Ausdruck ,, bancum"z. B . in Genua und Venedig.
Um zur heutigen Entwicklung zu führen kam nochetwas Ferneres hinzu: das Negoziiren von Actienursprünglich„, loca" genannt und das Papiergeld, die An-weisung auf die Banken. Diese erschienen, nachdem es er-laubt war, Depositen zu machen, in Form von cedulae ban-cariae, cedole di banco, woraus unsere heutige Zettelbankentstanden. gredo ob ejuegA sid
Es wurden Papiere übergeben, die ein Recht auf Kapi-talsantheile ausdrückten und von Hand zu Hand übergingen,und wir finden schon im 15. Jahrhunderte Papiere, dieau porteur lauteten auf den Inhaber, in denen zu lesen stand:„ Es wird bezahlt demjenigen, der diesen Zettel vorweisenwird" qui dabit hanc cartam.
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Um zu verstehen, wie sich das moderne Bankwesen mitder Zettelorganisation auf das alte impfte, muß noch einanderer Punkt erwähnt werden.
Was uns dazu führte, unsere Münzeinheit, Bankeinheitdurchzuführen, war ein noch größeres Bedürfniß in jener Zeit,wegen der Verschiedenheit der Länder, der Münztypen undder Unsicherheit der Straßen. Im 13. und 14. Jahrhundertefühlte man lebhafter als je das Bedürfniß, fictives Geld zu