DAS GESCHLECHT GÄNSFLEISCH. X. URKUNDEN-BEILAGEN.
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II. Henne zum Jungen, Gotzichins fei. Sohn, verkauft dem Heinrich zum Jungen denhalben Hof zuGudenberg in Mainz , mit Zubehör, seinen Antheil am Mainzer Zoll etc. 9
1391, October 27.
Aller menniglich foll wißen, das Henne, Got?ichins feligen [ohne zum Jungen, dener hatte mit Kafeln feligen, feiner ehelichen haußfrauwen, (quam) vor den erbaren manfchultheißen Wafmuden, fchultheißen zu Meinte, undt (hat) vergifftet und uffgeben, vorfich und feine erbenn, dem erbaren manne Heinrichen zum Jungen, feinem vettern, undfeinenn erben, erblich und ewiglich zu haben den hoff halb zu Gudenberg und die fcheurehalb dargegen über gelegen, mit allen den zinfen und rechten, als fie gelegen findt. Die-felben erbe vorzeitten judenerbe gewefen findt; und zehen altte heller von jedem fuderweins und andern kauffmannfchafft nach denen marckzale uff dem zolle zu Meint?, undauch die brieffe, die darüber fprechett, als ihn die vorgenanntte erbe uns die zehenaltte heller vonn Gotjichin, feime vatter feligen, und auch eins theils von Henrichen,feinem bruder feligen, anerftorben und zu erbtheill worden feinn, und hatt ihme auchdarzu vergifftet und uffgeben alle fein ander gutt, es fei aigen, erbe, lehenn, burglehenund pfandtgutt, wie ehr die gehabt hatt, und alles das recht daz ehr heut zu tage darzuhadt, erfuchett und unerfuchett, nichts nit daran ausgenommen, es fei innwendig oderaufwendig Meinte; dag derfelbe Heinrich zum Jungen fürbaß damitt thun oder laffenmag, als mit andern feinen eigenen guttern, und diegifften und geben weme er will, ohnewehrung und hindernuffe des egenanntten Hennen, Got?ichins feligen fohne, feiner erbenunnd allermenniglichs; außgefcheiden alleine der guder, die ihme anerftorben findt vonHennen feim bruder feligenn vorgenantt, 10 die ehr dem ehegenantten Hennen 11 zumJungen, feinem vettern inn diefem brieffe nit vergifftet noch verkaufft hadt. Auch hadt fichHenne, Gotjichins feligen fohne, vorgenantt bekamt, daz ehr denn vorgenantten hof zuGudenberg halb und die [cheure halb dargehen über gelegen, und die zehen altte heller andem zoll zu Meinte von jedem fuder weins und anderer kauffmanßhafft nach marckzale, undauch alle die anden gutter, es fey eigen, lehen, burglehen und pfandtfchafft, und alles dasrecht, das eher heudtzu tage darzu gehabt hadt, als die hievor vergifft findt, und als vorge-[chrieben ßehett, Hennen 12 zum Jungen, feinem vettern vorgenentt, und feinen erben, auchrecht und redtlich, eines ftarcken ewigen kauffs verkaufft habe umb eine benantte fumagelts, als fie der mit einander, mit ratte und beywefen ihrer beider freunde und mage,uberkommen fein, und das ehr derfelben fummen geldes ime eins theils an gereichtem geldebezaltt habe, daß ime wol begnüge, nu und alwege, und ihme vor das übrige theill derfummen geldes, die ihme daran außßend, anderhalb hundert gülden geldes verfichert habezu geben alle jare, fein lebtäge und nit lenger, mit namen zu jedem mande zu geben, alsfich geburtt nach der marckzale des geldes der anderhalb hundert gülden. Auch wanne dervorgenantt Henne, Got?ichins fohn, vor thode abgegangen ift, fo foll Henn 13 zum Jungenund feine erben vorgenantt, der egenantten anderhalb hundert gülden geldes nit mehrgeben undt quidt, ledig und loß fein, und foll man dan dem egenamt Hennen 14 zum Jungenunnd feinen erben denn brieff wider geben, der über die vorgenantte anderhalb hundertgülden fpricht. Auch iß fonderlichen mit furwortten in diefem vorgenantten gifft und kauffgeredt, wanne und zu welcher zeit Heinrich zum Jungen oder feine erbenHennen,Got?ichinsfeligen fohn, vorgenantt, kauffen die anderhalbhundert gülden gelts anderßwo, mit namenzu Meinte, zuWormße, zu Speir oder zu Franckfurtt, oder an welcher der vorgenantten-