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Festschrift zum fünfhundertjährigen Geburtstage von Johann Gutenberg / im Auftr. d. Stadt Mainz hrsg. von Otto Hartwig
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G. FRHR . SCHENK

Frankfurt, hier als Erben des Henne Salman, dem Stift zu St. Peter einen Grundzinsauf dem Erbe zur neuen Porten (Archiv der Stadt Mainz ; früher im Darmftädter Archive,Mainz , Stadt, N. 1822).

Audi für die Jahre 144547, die zwifchen dem Straßburger und Mainzer AufenthaltGutenbergs liegen, müßte nach dem Vorßehenden vor Allem Frankfurt in Betrachtgezogen werden. Die von Herrn Archivar Dr. Jung angeftellten Ermittelungen habenaber keine Spur Gutenbergs und des gleichzeitig mit ihm von Straßburg verzogenenDrechslers Konrad Saspach zu Tage gefördert (K. Schorbach, Straßburgs Antheil an derErfindung der Buchdruckerkunft, in Zeitfchrift f. d. G. d. Oberrheins N. F. VII, S. 645).

v r\ t i i j r> m /. Wernher Wirich gibt dem Henne Macheleyd

X. Drei Urkunden-Beilagen. undseinerHausf ein Haus Mainz bei dem

Bern auf, gegen einen ihm, oder seinem Stiefsohn Henne, fallenden Jahreszins.1385, (7. und) 19. Juni.

Aller menlich fal wießen, daz Wernher Wirich quam für richter Johannen, einenwerntlichen richter czü Menczen, uff die nehfte mittewochen nach fant Bonifacius dagedes jares do man czalte nach gots gebürte düfent drü hündirt und funflf und achczig jareund hat virgiftet und üff gegebin für {ich und fin erbin Hennen Macheleyd dem bendir,Geczen finre elichen hüffraüwen und yren erbin eweclichen und erblichen czü habendaz hüs daz da gelegen ift by dem Bern üff dem orte hinder Franckenßein, 8 als dervorgenaate Henne iczünt beßczet, czü achtemhalben phunde heller geldes alle jare davone czü czinfe czü gebin Wernher Wirich vorgenannt odir Hennen firne ftieffone, wemder czins under yn czwein werden und fallen fal, üff die czwene fant Johans dagebaptiße czü mittem fomer und ewangelifte czü wihenachten, ye halb und halb, odirbinnen eyns mondes frifte nachye der czit, unbefangen und czü keyme czinfe me. Auchfal der vorgenannt Henne Macheleyd und Gecze fin eliche hüsfraüwe odir yre erbin czwolfFgülden an dem vorgenanten hüfe virbüwen binnen vier jaren die da nehst koment, mitnamen czü yedem jare dry gülden, und wanne daz die vorgenante jarczale körnet, fofal der vorgenant Henne, Gecze fin eliche hüffraüwe odir yre erbin daz hüs fürbafzine in güdem büwe und befzerünge halden, daz der vorgenant Wernher und Henne finßieffon ires czinfes ficher fin. Und hant die vorgenant Henne und Gecze fin hüffraüwedeß geborget für (ich und ir erbin veft und ßede czü halden by einre penen drifzig gülden.So hat der vorgenant Wernher geborget für fich und fin erbin diefe gift veft und ßedeczü halden, und dem vorgenant Hennen Macheleyde, Geczen finre hüsfraüwen undyeren erbin des erbeswerfchaft czü tüne als recht, by einre penen drifzig gülden, undfal doch veß und ftede bliben. Da by waz Dylichin Greden son, Heincze Kegeier undHeincze von Limpürg, des richters dyner. Diß allez mit eiden befait für dem erbernmanne fchültheifzen Reynolde, fchulth eiszen czü Menczen, und waz da by richter Heinrichund richterWafmüd, fürfprechen und büdele. Actum anno et die quibus supra. Publicatamanno domini millesimo lxxx quinto, feria fecunda proxima ante diem beati Albani martiris.

Von 4 Siegeln hängen nur noch 2, die der Richter Wasmud und Johann von Nefen,befchädigt an. In dorso von neuerer Handad Lit. U. N. 42. Gr. Haus- u. Staatsarchivzu Darmßadt, Urk., Stadt Mainz , N. 506a.