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K. SCHORBACH
[Z. 6.] Item We r n h e r Smalriem hatt gefeit, das er ||.|| 80 by iij. oder vier
koüffe geton || habe, wen aber das anegienge, wiffe er nit. Vnd vnder || andern ifl einkoufif gewefen by C. vnd XIII. guldin, [| an demfelben gelt hant ir drye für LX. guldin ||verfiglet, do hant Andres Dritjehen felige XX. an gebürt. 81 || Vnd vff ein zit vor demzile fprach Andres Dritjehen zu || difem gezugen, er folteheim kommen vnd die XX. gl. ||nemen. Antwurt ime difer gezuge, er folte ime das || gelt zufamen bringen vnd infammein.Das tett Andres, || vnd alfo darnach kam Andres Dri^ehen aber zu difem || gezugen vndfprach, das gelt wer by einander inn herrn |[ Anthonien Heilman hus, do folte er das holen.Das || tett difer gezuge vnd nam das gelt in herrn Anthonien || hus, vnd das überige geltdas habe allewegen || Fridel von Seckingen bezalt. ||
[Z. 7, vgl. 1 6.] Item Mydehart Stöcker hatt gefeit: Als Andres || Dritjehen feligevff Sanct Johannis tag zu Winahten, || do man den krutjgang tett, (Ich nydergeleit habe ||vnd fiech wart, do lag er inn dis gezugen ftuben || an eim bette. Alfo kam nu difer gezugezu || ime vnd fprach: Andres, wie got es? || Antwurt er ime: ich weis werlich, mir i[t gartötlich, || vnd fprach damit: foll ich fterben, fo wolte ich, das || ich nye inn die gefellefchafftkommen wer. Sprach difer || gezuge: wie fo? Sprach er aber: do weis ich wol, das minebrüdere || mit Gutemberg nyemer überkommen kunnent. || Sprach difer gezuge: ifldann die gemeinfchafift nit || verfchriben oder fint keine lute da gewefen? Sprach Andres: ||ja, es ifl verfchriben. Do frogete in difer gezuge, wie || die gemeinfchafift zugangen wer.Do feite er ime, wie || das Andres Heilman, Hanns Rifife, Gutemberg vnd er inn || einegemeinfchafift kommen werent, darin hetten Andres || Heilman vnd er ir jeglicher LXXX.guldin geleit, alz er behalten habe. || Alfo fü nu inn der gemeinfchafift werent, do werent ||Andres Heilman vnd er zu Gutemberg kommen [zu] 82 Sanct || Arbogaft, do hetteer nu ettliche kunfl vor inen verborgen, || die er inen nit verbunden was zü zöugen. 83Darane hetten || fü nu nit ein gevallen gehebt vnd hetten darufif || die gemeinfchafift abgetonvnd ein ander gemeinfehafft || mitteinander verfangen alfo, das Andres Heilman vnd erir jeglicher zu den erften || LXXX. guldin fo vil geben vnd legen folte, das es V c guldin ||wurdent [das fie ouch getan haben]. 84 Vnd |[ werent fü zwene ein man inn der gemein-fehafft, || vnd desglich foltentGutember g vnd Hanns Riffe || ir jeglicher innfunders ouchals vil legen, als die zwene, || vnd darufif folte Gutemberg alle fine kunft, die er künde, ||nit vor inen verbergen. Vnd darüber wer ein gemeinfchafift || brief gemäht worden:vnd wer, das ir einre inn der || gemeinfchafift abgienge, fo foltent die überigen gemeineredeffelben || abgangen erben C. guldin harus geben, vnd das überig || gelt vnd was inn diegemeinfchafift gehörte folte dann vnder den andern || gemeinem inn der gemeinfchafiftbliben. Difer gezuge hatt ouch || gefeit, das ime Andres Driijehen felige zu der zit ouch ||gefeit habe, fo wiffe er ouch das von ime felbs wol, das || er ettlich fin pfenning geltverfetjet habe; ob aber das || vil oder wenig oder obe er das zu dem werde gebruchet ||habe oder nit, wiffe er nit. ||
In praefentia Diebolt Brant vnd Jocop 85 Rotgebe. ||
[Z. S.] Herr Peter Eckhart lutprießer zu SantMartin dixit, || das Andres Dritjehenfelig in den Winahten virtagen noch || ime fchihte, er folt fin bihte hören, vnd da || er zuim kam vnd er gerne gebihte, da || fragete in difer gezuge, ob er yeman fchuldig wer ||oder ob man ime fchuldig wer, oder ob er utjit || geben hette, das folt er fagen. Da fprach