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Die Präsentation.
dem Trassanten, dem Indossanten, einem Dritten. 4.Die Präsentation zur Auslieferung eines Wcchselcxemplars.Sie geschieht dem, welcher dieses Exemplar wirklich odervermeintlich hat. Dasselbe ist ein Duplicat (Prima, Se-cunde :, Tertia, Quarta), ein Original, eine Copie. —Das Weitere über die Präsentation, insbesondere das Rechtund die Verbindlichkeit zu derselben, ist später bei Zah-lung, Acccptation, Regreß, Duplicaten, Copicn, abzu-handeln. Denn die Präsentation ist nur das Mittelzur Verfolgung eines Zweckes, ist also ohne selbstständigeBedeutung. Die Frage nach der Präsentation ist daher,richtiger aufgefaßt, die Frage nach dem Rcchtsverhältnißdieses Zweckes, also insbesondere: wer diesen Zweck zu ver-folgen berechtigt, verpflichtet, interesstrt ist. ES werdenaber bei Schriftstellern Z und in Wechselordnungen Z un-ter der Überschrift Präsentation eine Menge von Rechts-fragen, welche richtiger im System zu vertheilen sind, aneinem Ort beantwortet. Übrigens ist es vielfach richtiger,wenn man statt Präsentation allgemeiner das Suchender Zahlung, des Acccptes eines Wechselexemplars, miteinem Wechsel in der Hand denkt.
1) Am reichhaltigsten bei Treitschke Encyclopädie. Bd. 2.S. 72—108., aber gerechtfertigt durch den Zweck des vortreff-lichen Buches, ein „Handbuch zum Nachschlagen" zu seyn.
2) Am reichhaltigsten in folgenden Wechselordnungen. Wci-marsche W.O. 8- 4.7—63. 133. — Russische W.O. von 1820.8- 45—61. 131.— Lockig« cko comaicio. ^rt.479—493.—Ungrischcr XV. Gcsctzartikcl. 8- 51—68. 72. 73. 77. 100—104.