8. 282. Wechselcopien.
471
mit oder ohne Indossament und mit oder ohne Accept) machtvon demselben eine Copie, um den Wechsel gleichzeitigauf verschiedene Art brauchen zu können. Am meistenkommt Folgendes vor. 1. Das Original wird versandt,um das Accept aufzunehmen, die Copie, mit der Notizbei wem vas Original sei, wird begeben^). Dem Ori-ginalindoffament gehen dann die Worte vorauf, welchedas Copirte beschließen.: Bis hierher Copie. Das Originalbildet mit der Copie den vollständigen Wechsel, d. h. beidezusammen enthalten die sämmtlichen Wechsel, welche ge-geben sind. Getrennt gedacht, so enthält das Originalden einen Theil, die Copie den andern Theil der sämmt-lichen gegebenen Originalwcchsel. Hiernach beurtheilt sichdas Weitere der Verhältnisse von selbst, besonders wennman das über Duplikate Bemerkte vergleicht^). 2. DerNehmer der Secunda will mit dieser die Prima an sichziehen, häufig nur, um zu sehen, ob die Notiz auf derSecunda richtig sei, will aber mittlerweile nicht an derBegebung der Secunda gehindert seyn, von welcher letz-ter» er deshalb eine Copie macht, mit der Notiz, beiwem die Secunda sei. Der erste oder ein weiterer Neh-mer dieser Copie macht nicht selten, z. B. um die Rich-tigkeit der Notiz auf dieser zu prüfen, von dieser Copieund deren Originalindossamenten eine Copie, welche erdurch sein Originalindossament begiebt.
545—563. Treitschke Encyclopädie. Bd. 1. S. 1—6. —
Borchardt Wechsel-Duplikate und Copien S. 41—58.
2) Es kommt auch umgekehrt vor, daß nämlich die Copiedie Bestimmung erhält, das Accept aufzunehmen. Vgl. TreitschkeEncyclopädie. Bd. 1. S. 4. 5. 8- 2.
3) Weitere Durchführung bei Heise und Cropp Abhand-lungen. Bd. 1. No. XXVI. S. 545-563.