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Der Kauf und Verkauf.
deutend, nämlich nicht so gering sei, daß sie sich noch ausden individuellen Verhältnissen der wirklichen Geschäfteerklären läßt, und daß nicht der Preis (Cours) einzelnerGeschäfte, sondern der Durchschnittspreis einer Mehrzahlvon Geschäften bedeutend abweiche. Der Marktpreis giebteinen Anhalt für die Beurtheilung, ob der Preis bei ei-nem einzelnen Kaufgeschäft ein angemessener, billiger, sei.Das römische Recht nannte den Marktpreis, da diesernach der allgemeinen Meinung ein angemessener, zu demWerth der Waare im Verhältniß stehender Preis ist,zustum protium Davon unterscheidet sich natürlichein gesetzlich erlaubter Preis. 4. Erlaubter Preis.Die Regel ist: man darf beliebig theuer und wohlfeil ver-kaufen und kaufen a. Beliebig wohlfeil. Der Preisunter dem Marktpreis macht den Kauf zu einem s. g.Frcundeskauf, dieser ist erlaubt, weil Schenkungen erlaubtsind b. Beliebig theuer. Dies leidet eine Ausnahme,wenn gesetzlich ein Preis als Normalpreis, der nicht über-
12) I.. 36. xr. D. äs äonationidns intsr V. et II. (24. 1.)D 3. H. 5. O. äs )nrs ösei. (49. 14.). H,. 2. H,. 8. <1. äs rs-seinäsnäa vsnäitions (4. 44.)
13) H. 16. A. 4. O. äs rninoridus (4. 4.) in xretio ein-^tionis et vsnäitionis nntnralitsr liesrs sontralrsntidus ss eir-enmvsniro. H,. 22. H. 3. O. loeati. (19. 2.) in ernenäo etvenäenäo naturalitsr eonesssnm sst, gnoä xluris sit, ininorissmers, gnoä ininoris sit, ^»luris vsnäsrs, st itn invieein seoirouinseridsrs. 71. D. äs eontrad. ein^t. (18. 1.) dlov. 97.es,P. 1.
14) H. 38. D. äs eontraü. smxt. (18. 1.) Glück Bd. 16.§. 978. S. 70 — 73. Wo Schenkungen ausnahmsweise un-statthaft sind, ist also auch der Kauf, soweit er nicht Kauf,sondern Schenkung ist, unwirksam. 1^. 38. sit. I-. 5. ß. 5. I,. 7.H. 6. l.. 31. A. 3. O. äs äonationidus intsr V. st II. (24. 1.).