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Drittes Buch. Die Waare.
beauftragt oder vom Versender angewiesen ist, die Waare aufRechnung und Gefahr des Adressaten zu befördern 2°), oder zu dessenVerfügung (Disposition) zu halten oder zu stellen^); oder vom
28) So anscheinend: Wartens, Grundriß §. 15. Brinckmann Z, 77 Not.3. O.A.G. zn Dresden (Senfs. II. Nr. 86). Thö l §. 74 Not. 13 a. E.Dagegen Brinckmann — Endemaun §. 113 Not. II.
29) Verladung „per conto" des Adressaten: Lssarexis äi?c. 137 Nr. 24 sf.,wo ausgeführt wird, daß die Klausel sehr wohl nur zur Bezeichnung des In-teresse's und der Gefahr des Adressaten dienen könne: „juxta communeminercatoi u>n cousuetuilliism clsusuls „per conto" potest, sveunclum subjec-Win mlllori-mi et »utncl^tsril meiitem, gcl periculum et Interesse relerri,Pivil quis Iisbet super inercibus, »o» vero ack «lominium, quoä Iisberei»e »equit, qn?nilo rec>uis!tnin öoüoit trsclitionis inercium. In einem an-deren Falle beschäftigt er sich mit der davou verschiedenen Frage, ob einper conto eines Dritten geschlossener Vertrag im Zweifel als in dessenNamen geschlossen zu erachten sei, und bejaht dieselbe: elisc. 161 Nr 21 sf.Pöhlö I. S. 195 meint, durch Verladung für Rechnung des Käufers seidieser zum juristischen Besitz der Waare gelangt „soweit derselbe zur Ueber-tragung der Gefahr erforderlich ist"! Weiter geht wohl, bei Abgabe aueinen Spediteur für Rechnung des DestinatärS, die Praris der Hambur-gischen Gerichte 1316—1819, (Archiv f. Handelsr. II. S. 199—215) undFischer—Blodig §. 156. Als einen Fall symbolischer Uebergabe be-trachtet die Clansel „por conts" auf Connossemeut oder Frachtbrief, na-türlich deren Bchändignng an den Adressaten vorausgesetzt, Portug.H.G.B. Art. 472 Z, 5, uuler gewissen weiteren Voraussetzungen: Brasil.H.G.B. Art. 200 Z. 4. H.G.B, v. Buenos Aires Art. 529 Z. 4. Unten§. 73 Not, 23.
30) So die in der vorigen Note genannten Urtheile der Hamburgischeu Ge-richte : Ucbcrgabe der W>>are au eineu Spediteur, mit dem Auftrage „denWillen des Destinatärs damit zn befolgen", während ein alleres Urtheil(Archiv I. S. 1^6) sich über die Frage nicht direct auöspricht, jedenfallsdas „vollkommene" Eigenthum des DestinatärS im Sinne der N.F.O.Art. 25 verneint. Als (Hamburger) Handelsbrauch erkennt den Satz an,polemisirt aber dagegen PöhlS 1. § 122. Maureubrecher, DasPrivatr. Z, 368, Beuder, HandelSr. I. §. 111 (?). Dagegen: O A.G. zuLübeck 1832., (Asher'S Rechtfälle Jahrg. I. Bd, II. S. 99 - 112), s.auch O.A.G. zu Dresden I8S2. (Annalen VI. S. 436 sf.). Fischer —Blodig §. 156. (?). Thöl §. 76 Not. 13. 14. Brinckmann— En-demanu §. 113 Not. 35—37, s. auch Endemann §. 157 Not. 7;§. l72 Not. 46. 47. N. Koch, im Centralorgan III. S. 53. u. Busch'SArchiv II. S. 464 ff. Uuler deu Aellereu betont ^nsaläus, also. 37.Ar. 36—33 nur daß die Uebergabc zur Verfügung eines Dritten auf die-sen gceignclenfalls Eigenlhum übertrage, während vsssreßis clisc. 44.