Drittes Buch. Die Waare.
scheinbar entgegenstehende 1. 1 äs ävnat. (8, 54) kann im Zu-sammenhange des Justinianeischen wie des heutigen gemeinen °)Rechts nicht süglich anders, als von einer in Gegenwart der Waareerfolgten Uebergabe des Kausbrieses verstanden werden: aus der Ueber-gabe der Erwerbsurkunde in Gegenwärt der zu übertragenden Sachewird die Absicht gefolgert, die Sache selber zu übergeben, und beidieser „entschiedenen Absicht reicht die bloße Gegenwart der Sacheohne weitere körperliche Handlung zur Apprehension hin"
6) So auch Schletter'S Jahrb. I, S. 223. Aeitschr. f. Handelsr. III, S. 193.194. Auch nach Preuß. Recht genügt zur Verpfändung die bloße Ueber-gäbe der Eigenthumsurkunden nicht: A, L. N. I. 2N 8- 358. 359, wohlaber unter Umständen nach Bayr. Landr. von 1756 Th, II. c, 3 §. 7a. E. c. 5 §. 6 Z, ?, s. Kreitt.mayr, Anmerkungen >>. I. Oesterr.G.B. §, 427, vgl. 435 — gut Nippel, Zeitschr, f. Oesterr. RechtSge-lehrsamkeii, Jahrg. 1826 Bd, II. S. 97 ff., Ran da, Besitz S. 125 ff.Der Co-Ie civil srt. 1605, desgl. Jtal Civilgesetzb. Art. 1464 sprichtnur von Immobilien — auch das nicht H o l l ä n d. b. G.B, Z. 671 vgl,667 —, und verlaugt, wie das Oesterr. G B., die Uebergabe der Urkundendurch welche der Veräußerer sein Eigenthum nachweist! rroplanx,vente Nr. 276 — die Commentatoren dehnen de» Grundsatz auch aufMobilien aus: 1'i-o>>>u»x, v^nre ?>'r. 262. Desgleichen die Englisch -Amerikanische Praris: Ke » l II. p 699 ss. Portu g. H.G V. Art. 471a. E. und B r a s'i l. H.G.B. Art. 199 (der symbolischen Uebergabe ent-gegengesetzt).
7) Lmptioiimn mancipiuriiin iiislrumeiitis clonstis et tr-ttlltis et ipsorum man-cipiorum >ionstione>n el trsllitionem ksotsm intellixis: et iäeo potes sck-versus 6ongtorem i» rein »ctionem exorcere. Die im Tert angenommeneSavigny 'sche Auslegung, Besitz §. 16, ist immerhin noch den weit künst-licheren anderweitigen Jnterpretationsversnchen, z.^L, Lenz, Studien undKritiken S. 176 ff,, Baron in Jahrb. f. Dogmat. VII. S. 60— 63,vorzuziehen. Ruovrff, Zus. 63 zu Savigny 7. Aufl. glaubt die Stelleourch die übliche Mancipalions- und TraditionSclausel der Sklavenverkauf-briefe uud Besitzdoknmente, welche unansechtbaren Beweis gemacht hätten,zu erklären, indem der Käufer die ihm vermöge der Kaufnrkuuden zu-stehende rei viinlicgtio auf den Beschenkten als »tllis -ictio übertragen habe.So würde aber nur erklärt, wie die rei vinliicatio des Douator dem Do-natar auch ohne Tradition der Waare zustehen kouule, nicht aber ipso-rum mancipiorui» — trgckitionem kaetsra intellixis, aus welcherti"i6itio ja die in rein scti» des Douatar (et i<leo) erst hergeleitet wird.Ferner galt zwar die faustpfandweise Uebergabe der Kaufurkunden überein Grundstück als Verpfändung des Grundstücks: I. 2 L, quse res pix-