^. Daß die abgeladenen Güter ganz oder zum Theilverloren gegangen oder beschädigt seien, sofern er nicht einen derGründe darlegt, welche ihn auch von der Haftung aus dem Fracht-vertrage befreien würden. Insbesondere steht ihm bei „reinem"C. der Einwand nicht zu, daß er die Güter beschädigt oder in schlech-ter Verpackung übernommen habe"). Doch kann diese Haftung,wie die Beweislast, durch Clauseln modificirt sein"»). Sohaftet, sofern dem C. die Clausel „frei von Beschädigung" (freivon Bruch, Leckage u. dgl.) beigefügt ist, der Verfrachter nur fürerweisliches Verschulden des Schiffers oder einer anderen Person,für welche er verantwortlich istes sei denn, daß die bei der Ab-
abzuliefern, was er empfangen habe, und die Clausel „Inhalt unbekannt"so gewöhnlich sei, daß ihre Beifügung nur den sclbslvcrsiändlichcu Willender Bctheiligten ausdrücke. (S. auch die entsprechende Theorie Not. 10.13. Pöhls III. S. 477. N. Archiv I. S. 487). Nach einer gerade ent-gegengesetzten Ansicht sollte bei reinem C. der Schiffer unbedingt für denim C. angegebenen Ladungsinhalt haften. Es ist ein mittlerer Weg ein-geschlagen worden, uutcr Wahrung des Wesens der Scripturvbligation.17) Nach den, reinen oder modisicirten, Regeln des receptum. H.G.B. Art.607. 395. Voile ilv comm, .irt. 230 u. a. Meine Nbhandl., Zeitschr.f. Handclör. III. Nr. 3. 6, insbes. S. 340 ff. 376 ff. O.AG. zu Lübeck186S (Kierulff, Samml. I. Nr. SS). Unten Not. 19. So auch die üb-lichen, aber überflüssigen Connossemcntsclauselu: „So Gott mir ciue glück-liche Reise gibt"; „nach glücklicher Ankunft"; „Indien Voll belioudenreize verleent"; „sl suo salvo srrivo"; „sauf les scciilents de nier etkorce mg^eure lexslement ^'ustitiös"; „t!ie act okkod, tlie ILinxs ennemies,üre sn<> a» anä ever> otl>er dsnxers snd seciäents vk tlie sea, i'iver,nsvixstion (mit mancherlei Zusätzen, z. B. kire mscliinei^, doilvrs stesmsnä ok 8team—nsvixAtio») ok nlistever natnro or liinä soever excepteä",u. dgl. m. Abbott, p. 23S. Pöhls III. S. 449.
17s) Meine Abhandlungen: Zeitschr. f. Handelsr. III. S. 331 ff. IV. S.S79 ff. Seltene Clauseln: „not gnsnsrüble kor—tlis n-ronx üellver)? okxoods csused b)' error snd insutkicienc^ in Nie mgrks vr number-."; „notsnsnerable kor dAmsxe occasioned b) ini-ukkicieno^ in stronxt!» ok >>!>cksxe":Bremer Obergericht 1867. (Bremer Handclsbl. Nr. 803).
17b) „Rot sns,ver3lllv (accountable) korleskgxe, breaksxe, corrnplion, rust etc.";„kree ok damsxe"; „vrih vsn breken ok vsn IvkkgHe"; „krsno ä'svsriesinterivures et de cssse"; „krsnc <Ie bris et de coulsxe". In der französ.Praxis wird die Clausel „quv llit slre" auch hierauf erstreckt: vedsrrideKr. 697. S. oben Not. 12. IS.IS) H.G.B. Art. 6S9 — Vorarbeiten Not. 12. JnSbes. Prot. S. 229S