Teil eines Werkes 
Bd. 1, Abth. 2 (1868) enthaltend die Lehre von der Waare
Entstehung
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Abschn. I, Die Sachen. Cap. II. Besitz. §. 76. Lagerpapierc. 771

der Assignaten für den Assignatar"); hat der Assignant den Assig-naten mit dessen ausdrücklicher oder stillschweigender Zustimmungangewiesen, die Waare fortan im Namen des Assignatars zu halten,oder liegt eine solche Erklärung des Assignaten gegen den Assignatarvor, so erscheint der Assignat als unmittelbarer Bcsitzvertreter desAssignatars ^). In dem auch bindenden '5) Acccpt der Anweisungdurch den Assignaten liegt nicht schlechthin der Wille des Assignaten,fortan für den Assignatar zu besitzen, noch weniger in der Entgegen-nahme des Acccpts, der Wille des AssignatarS fortan durch denAssignaten zu besitzen, somit die Waare als übergeben zu betrachten,ausgesprochen.

Besitzt der Assignat für den Assignatar, so kann die Weitcrbe-gebung der Anweisung auch die Folge haben, daß der Besitz vondem ersten auf den weiteren Assignatar (Jndossatar) übergeht, seidurch Vermittelung des ersten, sei es unmittelbar, namentlich wenndie Anweisung an Ordre oder Inhaber'") lautet.

Weiter gehen einzelne neuere Rechte Nach Prcuß.

13) Oben §. 65 Not. II ff. 22. S. anch noch v. Savigny , Besitz §. 27.(7. Aufl. S. 320 Not. I). Ziebarth, die Realerecution und die Obli-gation. Halle 1866. S. 6. 146.

14) Oben §. 66 Not. 32 vgl, Not. 30. 31. Treitschkc, Kaufcontract §. 5Sa. E. N. Archiv I. S. 377 ff. So wohl auch Sachs. Gcsetzb. §. 201.Nanda, Besitz S. 201 Not. 19. S. auch O.A.G. zu Lübeck 1628 <Thol,Entschcidungsgr. Nr. 114). .4n«g><I»s öisc. 3 t?)- Interessanter, abercomplicirter Fall: O-A.G. zu Lübeck 30. Nov. 1846 (Hamb. S. I. S.773 sf., auch Scuffert III. Nr. 47). Brinckin-aun §. 81 Not. 1. <?).

16) H.G.B. Art. 300. 301 S. 3. Allgemeiner- A.L.N. I. 16 Z. 2S9. 270. 271.272. 275. 276. 283. 206. Davon später. In der Nürnberger Coi.fcrenzwurde der Antragdie Uebcrgabe des vom Inhaber der Waare aner-kannten Auslieferungsscheines an den Assignatar (resp. Jndossatar) stehtder Ucbergabc der Waare gleich", da er keine Unierstütznng fand, zurück-gezogen. Prot. S. 563. S. auch Brinckmann §. 81.

16) H.G.B. Art. 301. Schon bei Strsccbs äe shecto p. IV. Kr. 14.Oben §. 71 Not 20. 73 Not. 52 ff. Unten Not. 53.

17) Die französ. Praxis knüpft an die bloße Uebcrgabe bez. Uebertragungdes AuslicferungöschcinS nicht Bcsitzübcrgang ob EigenlhnmSübcrgangauch nur gegenüber dem Verkäufer, ist streitig : velkmsrre- et I.epuit-vin IV. Ar. 223. 43. V. Kr. 105 kl. 31. rroplonx, venle Kr. 231.Uasss II. Ar, 1602. 160?. Nach Englischer PranS bewirkt Erlheil-ung des Auslieferungsscheins nur dann Bcsitzübcrgang, falls der Assignatdie Anweisung acceplirt; innerhalb des Statute ok krau<is aber bedarf eS