Teil eines Werkes 
Bd. 1, Abth. 2 (1868) enthaltend die Lehre von der Waare
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Drittes Buch, Die Waare,

Nccht insbesondere erwirbt der Assignatar von dem Augenblicke, woihm die Anweisung zugestellt ist, und selbst schon vor erfolgterBenachrichtigung des Assignaten, den Besitz der bezeichneten Waare '^),vorausgesetzt jedoch, daß der Wille des Assignanteu dahin gerichtetist, daß der Assignat sofort im Namen des AssignatarS besitzensolle 2"). Auch ist bis zur Benachrichtigung des Assignaten der Be-sitz des AssignatarS, welcher in der Zwischcuzeit nur mittelbar durchden Assignantcn besitzt ^'), ein unsicherer; der Assignat wird ihm

Weiler einer ausdrücklichen Erklärung des Assignaten, daß er siir denAssignatar dctinire: 8mit>, p. 491. 497, 516, kent II. p. 700; an-vcrtrauter Besitz des Auslieferungsscheins gewährt jedoch Dritten gegenübergleiches Verfügungsrccht über die Waare, wie der Besitz der letztere»!4 lZeo. IV. c. 83, 6 <Zeo IV, c. 94. S ». 6 Vict. c. 39. 20 u. 21Viel,, c 54 s, 9, Zcilschr. f, Handclör, VIII. S. 298. Von den Han-delsgesetzbüchern erkennt nnr Buenos Aires 529 Z. 6 die Ermächtigungdes Verkäufers an den Käufer, sich die Waare ausliefern zu lassen, alssymbolische Uebcrgabc an, jedoch mit mancherlei Restriktionen: Art. 526.533. 1669. 520. 521. Ein gleicher Handelsgebrauch für die in Maga-zinen depouirten Import- und? Erporlwaarcn ist für Rio Janeiro bezeugt(<?0iiixv commercisl 6o imperio <Io krnsil, AnSg. V. 1864, p. 400).18> UebrigenS genügt anch mündliche Anweisung. S. die Vorarbeiten in derZcilschr. v. Simon u. Strampff Ul. S. 133 §. 65, Anders O.T. zuBerlin 1865 (Strieth. 60 S. 73).

19) A.L.R I. 7 §, 66. 67. O.T. 1846 (Entsch. XII. S. 172 ff.). 1365(Strieth. 60 S. 73). Der Assignatar kann sich nun die Sache aus-händigen lassen, oder den Assignaten veranlassen, den Besitz weiter fürihn fortzusetzen, und liegt in letztcrem Falle nicht mehr Besitzdurch An-weisung" vor. ÄT. 1865 (a. a. O,>.

20) A.L.R. I. 7 §. 66dcu Besitz im Nameu des neuen Besitzers fortzusetzen".DaS ergeben auch die, bisher nicht beachteten, Vorarbeiten, insbesonderedas später weggelassene Wvrtchenblos" in den ersten Entwürfen §. 123.615 lZeilschr. von Simon u. Strampss III. S. 27. 78). S. auch O.T.1356 (Gruchot, Beiträge IV. S. 485). In dem, späteren Entscheidungenzu Grunde gelegten Fall (Entsch. XII. S. 172) lautete die Anweisung:können sogleich übergeben und sind solche sein alleinigesE i g en thnm".

21) Wie dieser durch deu Assignaten detinirt. S. Not- 13. Anderweitigeverfehlte Eonstructioucu f. Gruchot a. a. O. So namentlich die Herleit-ung aus ALR. I. 7 §.59: Heydemann, Eivilr. I. S. 856. RelativesEigenthum (?): Ziebarth a. a. O. S. 239. S. auch Thone, Fun-damcntallchren des Prcuß. Privatr.'s I. §.264. Koch, Preuß. Privatr. I.z. 177 a. E.