Abschn. I. Die Sachen. Cav.IV. Pfand-u.Retentionsr.§. 91. Erlösch, u Anfechtg. 95Z
somit schlechthin freies Eigenthum bez. Pfandrecht. In dieser letztenGestalt hat das Pfandrecht an Mobilien den Charakter zwar nichteines Sachenrechts^"), aber doch eines durch dingliche Klage geschütztenRechts verloren und sich dem bloßen Nctentionsrecht, trotz wesent-licher Verschiedenheiten, genähert.
Ist hiernach das Pfandrecht in dritter Hand gar nicht, odernur beschränkt verfolgbar, so ergibt sich von selber, daß gegeneinen Faustpfandgläubiger ältere Pfandrechte, gleichviel ob Hypothe-ken, soweit überhaupt statthaft, oder ältere Faustpfaudrechte, garnicht oder nur mit gleicher Beschränkung geltend gemacht werdendürfen '"), und es wird dem entsprechend vielfach dem besitzendenFaustpfandgläubiger, oder doch mindestens dem redlichen"), die ab-solute Priorität vor allen, selbst höchstpvivilegirten Gläubigerndes Verpfänders zuerkannt Auch wurden Leihhäuser und öffeut-
dcn Regeln des Art. 2279 bei unfreiwilligem Besitzverlust an: kilkertzu Luä« civil srt 2082. 2076. ?-> rilvsxu» Xr. 48k font Ar. I I 3g.1137. S. noch Zachariä II §. 433 Renand S. 228. 322. 330.Brunö, Besitz S. 450. Sehr ungenügend I'roplonx, nzntiüseinentHr. 350 kk., welcher Verzicht fiugirt. Unzweifelhaft aber bleibt das Pfand-recht in Krall, so lange der Glaubiger durch Drille, welche für ihndeliniren, besitzt, z. B. durch Frachifllhrer, im Enlrepol, durch Agenten,volle <Io com. »rl. 92 (neue Redaction). S. Iropionx Ar. 351 ff.?sraessus Hr. 438.15ss S. auch Unger, System des Oesterr. Privatr. I. §. 61. Not. 29. 30.
16) Oben §. 86. Not. 26 Daß nur der redtiche jüngere Fauslpfandglänbigergeschützt werde, erkennen auch die Französ. Schrislslellcr an, z. B. ?ontKr. 1075 u. A.
17) Diese Beschränkung ausdrücklich z. B. in der Churpfälz. W.O. v. 1726.Art. 59.
1L) Im Znsammenhange mit der Stellung des Faustpfandes im Concurse. —S. oben §. 39 Not. 54 ff. So ist wohl zu verstehen die Stelle des Allen Lüb.NechtS Loci. 0. 236 «Hach S. 321. Nol. 17), f. auch .11 ev> us -><! lus l.unec.III. 4. srt.5. » 32 Die ältere Italienische Ltteratur schwankt. Strsccns,tr«e>. cke ilecoct. psrs u!t. Z. II sf. verwirf! den schon zu seiner Zeit be-haupteten Satz, als im Widerspruch mit dem gemeinen Recht, erkenntaber an^ daß die Prariö der Kaufleute dafür sei: Lt illnä primum, yuoäöurnm meicstoribus viäetur, rexuis in b)-potbec!s, izui prior estin tempore, potior est in jure — locum etisin !>abet, si crvllitori poste-riori res I>)ootlleczlkt trsclstur — Vick! enim »lilzusnclo inercgtvresposteriorem creöitorem, cui trallils res est, poliorein kscere, c/uoil-lmcolor«, yuvck posterior von creäiäisset pecunism, nisi pixnore sibi prse-
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