Abschn. I. Die Sachen. Cap. IV. Pfand-u. Netentionsr. §.94. Netentionsrecht. 971
Ist der Netentionsgegenstand eine Sache, so braucht an sichder Netinent weder rechtmäßig noch fehlerfrei, noch in gutem Glau-ben ") zu besitzen. Indessen steht doch dem unredlichen und vitiösenBesitzer die Billigkeit, auf welche allein das Netentionsrecht sichgründet^), nur ausnahmsweise^) zur Seite.
1l> Alle diese Erfordernisse oder doch eines oder das andere stellt meist die äl-tere Doctrin auf, z, B. Glück XV S. 115. Schenck S. 87 ff. LudenS. 67 ff. vgl. S. 190. 215. Lenz S. 385. v. Holzschuher I S. 124.!Nevi»s «ii ^>i5 l>uboc. I 6. srt. 13 Nr, 6. 5lai-qu->rck, äe jureraerc-,1. II. 9 Ar. 43, III. 4 Ar. 39. O.A.G. zu Oldenburg I8S0(Senfs. V Nr. 105). Franck, Archiv, f. W. R. XIII S. 230.Jede Regel leugnen Großkopf S, 86 ff., Sintenis §. 91 a. E. Red-lichkeit verlangt beim Ersatzanspruch wegen Verwendungen das Germani-sche Recht: Platner, histor Entwickl. des Deutschen Rechts II S. 148 ff.Stobbe, Beiträge S. 79 ff. Allgemein beim Netentionsrecht: A.L. R. I20 §. S37. 538. Rechtmäßigen Besitz verlangen die Hamb. N. Fall. O.Art. 34 Z. 3 (i»sto titulo) und das Englische Recht: Storv, »n sxen-c> §. 360. «ent II p.'886. Zmitli p. 570. (Zivil coäe ok Aen-Vorks. 1696. Nur bei gewaltsamer Bcsitzerlangung schließt das NetentionsrechtauS: Sächs. G.B. §. 769. Allgemein bei fehlerhafter Besitzergreifung,weil gegen die Bcsitzklage kein gegen das Recht statthafter Einwand zu-lässig sei: Vuchta, Vorles. zu z. 94. O.A.G. zu Jena 1844 (Seuff. VINr. 290>. Indessen greift diese Behauptung zu weit, da gegen die Besitz-klagen dergleichen Einreden an sich nicht ausgeschlossen sind und nur imsummarischen Processe Liquidität erfordert wird, auch entgegengesetztenfallsderjenige Netinent, welcher nur Detinent ist und sein will, stets unterliegenmüßte! I. 20 0. Se 4. v. ?. (41, 2>. I. 12 a. E. v. cke vi (43, 16),wo unzweifelhaft vom Netentionsrecht die Rede ist. Vgl. v. Savigny ,Besitz §. 33. (7. Ausg. S. 364 Not. 2). Mühlenbruch, Cession §. 25Not. 75. Die Schwierigkeiten, welche Zieb arth, Nealereculiou S. 128 ff.in diesen Stellen findet, erledigen sich einfach damit, daß der Mietherzwar nicht um der Fortdauer der Miethe willen, aber wegen Ansprüchedaraus die Herausgabe weigern darf. S- auch Ziebarth S. 163 ff.,I. 15 v. llevos. (16, 3), und den Rechtsfall bei Kierulff, Sammlungder Entscheid, des O.A.G.'s zu Lübeck II S. 13 ff.
12) I. I K. 1 v. clvli m. exe. (44, 4). läeo gutem kgnc exceptionemkrsetor proposuit, ne cui ciolus suus per occsssionem juris eivilis con-trs ngturalein se izuits. t ein prosit. I. 48 v. cie k. V. (6, 1) — se-quitstis rkttione. I. 14. §. 1 0. com. clivick. (10, 3) — sequitste ipsiusjuilicü. I. 5 v. <Ie <I»tv prselex. (33, 4). Dagegen wird in I. 11 v. de-pos. (4, 34) gerade um der bon» üäes willen Retcntion gegen die sotio