Abschn. I. Die Sachen. Cap. IV. Pfand- u. RetentionSr, §. 95. Retentionsrccht- 9g?
als überhaupt oder um der Unteilbarkeit des Leistungsobjecteswillen zur Deckung des Berechtigten erforderlich ist, denn darüberhinaus gibt es keine exosxtio äoli 21). Doch kann dies nach demerweislichen oder vorauszusetzenden Willen der Betheiligten sich an-ders verhallen, insbesondere wo nach der Convention Zug um Zugzu leisten ist 22).
0. Der Retinent braucht zwar nur gegen Befriedigung zuleisten, darf daher verlangen, daß Urtheil oder Execution gegenihn bis zur Feststellung seines Anspruchs suspendirt werde. Würdejedoch durch diese Feststellung die Nealisirung des klägerischen An-spruchs ungebührlich verzögert, so erfordert die Billigkeit2»), daßder Beklagte sich, statt des Leistungsobjectö, mit einer dem letzterennach richterlichem Ermessen gleichen?») Sicherheit begnüge?»).
zur Gegenleistung sei, ist an sich unzutreffend, aber auch ungeeignet, denUmfang des Retentionsrechts zu bestimmen.
21) A.L.R. I. 20. §, 552. 553. A.G.O. I. 44. Anh. §. 302.
22) I. 13. §. 8. 0. ile L. V. (19, 1) — et ieleo et si pretii psrtem ok-kerat, noiillmn est ex emto sctio. O.A.G zu Celle (Seuff. XI. Nr. 34).Nicht dagegen O.T. zu Berlin 1S59 (Strieth., Archiv 36 S. III).
23) I. 33 v. 6e k. V. (6, I) — neyue mglitiis inäulAenäum est. Hier trifftauch zu I. 11 ävpos. (4, 34): ne contr-tetus, y»i ex bons liäe oritur,-ick pcrkllism retrsliütur. S. auch §. 94 Not. 12.
24) In der Regel weder Verbalcantion, noch selbst Caution durch Biirgenoder Pfand, weil und sofern immerhin durch die hier erforderliche Klagedie Lage deö Berechtigten erschwert wird. I. 25 0. Se k. ^. (50, 17).>. 59 l>. lle kurtis (47, 2) — interkuit e^us potius per retentionem esssei vsre, izusm ultro commocksti sxere. >. 26 ö. äe procur. (3, 3).!. 3 v cke eomp. (16, 2). I. 5 0. äe ststul. (40, 7). Jedenfalls genügtgerichtliche Deposition des Forderungsbetrags, verbunden, wenn nöthig,mit Caution, vor dem toruin des Beklagten Recht zu nehmen (csutio ^1-äicia sisti). Brem. Erb- u. Handfesten-O. v. 1860. z. 129. ZürcherG.B. §. 1598. O.AG. zu Lübeck 1831. (Brühn I. S- 343 sf. Thöl,Entscheidungsgr. S 134). S. auch Dernburg , Pfandr. I. S. 157/Arndtö a. a O. S. 14. 15. Voet, Oomm. sä ?snil. XVI. 2. «r. 21.D.H.G.B. Art. 315 „wenn ihn dieser nicht rechtzeitig in anderer Weisesichert". Unten §. 98 Not. 69.
25) Schlechthin gegen Zulassung aller CautionSleistung: Schcnck S. 128 fs.337 ff. Großkopf S. 75 ff. Motive z. Sächs. G.B. §. 767. Sie-benhaar a, a. O, S. 37. Dagegen ließ in älterer Zeit die herrschendeAnsicht schlechthin, oder doch im Falle der Jlliqniditäl, Caution zu.S. Glück XV. S. 124. Not. 47. Schenck S. 237. Not. 1. Luden