Teil eines Werkes 
Bd. 1, Abth. 2 (1868) enthaltend die Lehre von der Waare
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Drittes Buch. Die Waare.

lienischen Praxis und Doctrin Und zwar tritt derselbe sogleichin der denkbar schärfsten Gestalt auf: Dem kaufmännischen Gläub-iger, insbesondere, aber nicht allein, dem Commissionär, wird gegenden falliten kaufmännischen Schuldner wegen aller, selbst noch nichtfälligen Handelsforderungen ein unbedingtes, durch keinerlei Rechteanderer Gläubiger beschränktes Zurückhaltungs- und Selbstbefriedig-uugö-Necht, ein hochprivilegirtes gesetzliches Pfandrechtoder, was im praktischen Erfolge dasselbe besagt, ein hochprivile-girtes Netentions- und Compensations -,genauer: einzum Compensationsrecht erhobenes RetentionSrecht ge-währt. Außerdem, und noch allgemeiner, dem Schiffer ein gesetzlichesund privilegirtes Pfandrecht an dem Frachtgut wegen aller Forder-ungen aus dem Frachtvertrag Wenn dieser letzte Satz, allen-

sation oder Retention wegen betagter Forderungen muß das internsuriumabgezogen werden. Von diesen allgemeinen Grundsätzen wird specielleAnwendung auf den Einkaufs- und den VerkaufScommissionär gemacht,wobei unterschieden wird zwischen dem Falliment des Committenten unddem Falliment des Eommissionärs, welcher die Waare an Dritte gesendethatte.

11) S^sccis §, 2 xl. S Nr. 437. 433. cssarexis ckisc. 136 Nr. 12 ff. u.das am Schlüsse angehängte Urtheil, veciz. rvl->e Keiiu-le 107.

11-,) Ueber den Ausdruck s. oben §. 83 Not. 3. Er kommt noch in dem Lü-becker Attestat von 1798 vor.

12) Florentiner st-tt. cki morcsriüs v. 1577 lid. 3 r»b. 2. Neberhaupt die ge-meine Meinung, welche sich freilich fälschlich auf I, 6 K. 2 0. qui pvt.(20, 4). I. 6 pr. v. exliid. (10, 4) stützt: Strseclia, cke nsvib. p.III. Kr. 29- vassrexis ckisc. 22 Kr. 12. 43. lUsryusrck, cke juremercst. II. 2 Kr. 3. 4. II. 10. Kr. 38. vomgt, loix civiles III. IS. ö.Iroplonx, Iivpotlisques Kr. 207 ff. Doch bcstritten Stvpmsn, cke juremsrit. p. 4. c. ö. Kr. 10 ff. 80. Glück XI. S. 216 ff. Mittermaier,D. Privatr. §, 519 Not- 710. Auö den Seerechtcn läßt sich nichtsSicheres entnehmen. Meist ist ausdrücklich nur vom RetentionSrecht dieRede, z. B. vonsulst c. 33. 1S1. 226. 230. (k>srckessus, co». II.), nurc. 28 spricht von rvtenir en penvora, Modifikation o. 226. Ebenso rooleckes juxemens ck'VIeron Art. 34 (Mgckbook) und Art. 9. (?srckessus l.p. 3»5. 329). Holläud. SchiffSrccht Art. 20. bez. 21. (Scklvter p. 463.?grckessus I. p.4l4. IV. p. 36) und daraus Wi sb y'sches Seerecht Art. 63(«c>,I>ter p. 261. ?srck. I. p, 499). Skraa v. Apenradc v. 1836 c. 41(k'srck. III. p, 232. 233, mit unrichtiger Interpretation). Seerecht vonStralsuno v. 1273 a. E,, wo Herausgabe gegen Bürgschaft bestimmt wird(k'srck- III p. 469. 460). Ebenso Orcko». kl.il. II v. 1667 tit. 2 c. 13(k'srck. IV. p. 69). Hamburg. Etat. v. 1606, II. 16 Art. 2. Nur daS