Abschn, II. Das Geld, Cap. I. Wesen des Geldes, z. 99. IggZ
1) Geld ist das allgemeine Tauschgut, die allgemeineWaare, d. h für Geld ist jedes andere Gut jederzeit ^) zu ha-ben 5). Daher wird alles überflüssige Gut gegen Geld ausgetauscht,oder, was dasselbe sagt, gegen alles überflüssige Gut Geld einge-tauscht, und so den Schwierigkeiten und wirthschaftlichen Nachtheilendes unmittelbaren Tauschvcrkchrs, in welchem das überflüssige Gutnach augenblicklichem individuellem Bedürfniß gegen daö gebrauchteausgetauscht werden muß, begegnet °). Geld bildet so in jedem ein-zelnen Umsatzfall den Gegenwert!) (Acquivalcnt) des weggegebenenGutes, zugleich aber die Mittlerwaare oder das allgemeineTauschmittel') für den Güterumlauf überhaupt, indem eö demEigenthümer des überflüssigen Gutes dazu dient, seiner Zeit dasgebrauchte Gut zu erwerben^). ^. und L tauschen nicht Holz gegenKorn aus, sondern ^ tauscht mit L (verkauft an R) Holz gegenGeld, und tauscht von L oder von O (kauft von L oder L) Korngegen Geld. Die Eine Tauschoperation zwischen ^. und L wird so
mersta tieri polest, itg pecunis ynoizue merre sestimsniig est. Weil all-gemeiner Werthträger wird pecunia, für alles Gut gebraucht: oben§. 64 Not. 3. Als allgemeines Zahlnngsmittel bezeichnet vonlllpisn in 1.9 §.2 O. äe ststul. (4V, 7): es eniin i» odlixzlivne con-sistere passe, yuse pecunis lui prgstsri^ue possunt, und lZsius IV. 43 —sestimsw re pecums eum coiiclsinxst. Oben K. 64 Not- 3—8.
4) Das betont richtig Geyer, Banken S, 305. 30S.
ö) Daher bezeichnet pecunis zwar alles Gut — oben §. 64 Not 3 — (inder spätesten Kaiscrzeit freilich sogar nur die Kupfermünze: Mommsen,Münzwesen S. 608 Not. 243) — allein es wird doch, und nicht nur inder Lehre vom Kauf, allen anderen Gütern als ein Gut eigenthümlicherArt entgegegestellt: I. 7 §. 3. I). sil 8. v. »Iseeäon (14, 6). l.'l pr. 0.ils conu'. tiitic. (13, 3>. I. 32 pr. 0. öe gckim. lex. (34, 14). I. 95 v.äe lex. III, (32) und sonst. Ueber die „Werlhtheorie" Endemann's —s. §. 64 Not. 5 — mag hier noch bemerkt werden, daß dieselbe schon ander Lehre vom cssus scheitert: würde wer eine Leistung schuldet, immernur deren Geldwerth schulden, so würde er nie befreit sein, denn Geldkann stets geleistet werden.
6) I, 1 pr. I), Se lü. L. (18, 1).
7) Herce msrcNsnmse, z. B. Horn, Bankfreiheit S. 7 ff.
8) Daher gilt vom Gelde, was von anderen Gütern nicht schlechthin gilt:quum tu Iisderes, o.uock exo 6esillersrem oder Iisberem, quoä tu acciperevelles I. 1 pr. 0. Se L. L. <18, 1). Leist, Mancipation S. öS.