Drittes Buch. Die Waare,
lande nun sind normalcrwcise, wie Metall- und Nennnwerth, soauch Kurö und Nennwert!) identisch. Doch kann der Kurs denNennwert!) übersteigen, wie unter dem Nennwert!) stehen: überoder unter pari. Wo Nennwert!) und Metallwerth einanderdecken oder gar der letztere den Nennwert!) übersteigt, wird derKurS nicht leicht unter pari stehen, meist darüber"), Ucberstcigtder Nennwert!) den Mctallwerth, so wird der KurS zwar häufigunter pari, kann aber auch pari oder über pari stehen: sei es, weil
17) So häufig, wo der Ncnuwerth auf einer zu niedrigen oder zu niedriggewordenen Evaluation des Wcrthvcrhältuisscs von Gold zu Silber be-ruht. (So der Ncnnwcrth der Pistolen zu S Thaler auf der zu Anfangdes I8tcn Jahrhundert« bestehenden Werlhrclalion von 1 : 14'/,, wäh-rend diese seitdem auf 15—16 gcsticgcu ist, daher die Pistole meist einenKurS von S^/z Thlr. und mehr hat. So hat der Russische Halbimperialbei einem Ncnnwcrth von S Nubcln regelmäßig einen Kurs von S R.15 Kopeken. Der franzos. Louiöd'or vor 1735 war zu nur 24 Livres val-virt, während er in Wahrheit 25 I-iviez ll) sols werth war. In Eng-land knrsirten zu Anfang des 18lcn Jahrhunderts die Guineen zu einemNennwert!) von 20 sli. und einem MelaUwcrlh von 20^/, sli. zu 2l^!, sl>.).Ferner ist, wie der Ncnnwcrth, so auch dcr Kurs dcr Münze meist höherals ihr Mctallwerth (Barrcnwcrth), indem die Fabrikationskosten, TranS-portkostcn, Zinsen dcr Zwischenzeit darauf geschlagen werden — mituntersehr erheblich, wo vicl Edelmetall, aber keine Münze, z. B. vor 1854in Australien ; anch wegen dcr besonderen Garantie durch die Strafedcr Münzvcrsälschung. Die Englische Bank verkauft das Barrengold frei-lich zu demselben Preise wie das gemünzte, allein sie verkauft wenigBarrengold, nud dessen Marktpreis ist niedriger als dcr dcr Goldmünze.Andere Gründe s. Not. 10. ci.evslivr p. 77 ff, 144 ff. 184, M'Cul-loch S. 41. 43. Baumstark, StaatSwisscnsch. Versuche S. 101. Not. 99.Geyer, Banken S. 48. — Andererseits kommt mitunter auch eiu ge-ringerer Werth dcr Münze als dcr Barrcnwcrth war, z. B. in denJahren 1855—1353 zahlte die Bank von Frankreich für die sehr begehr-ten Goldbarren eine Prämie von 15 pro Mlv; oder es besteht Ausfuhr-verbot für Müuze, aber nicht für Barren, vlievslier p. 77 ff. 32 ff.—Eine erhebliche Abweichung des Werthes vollwichtiger Münzen vonocm Barrenwcrth wird freilich, wenigstens auf demselben Markte, nichtleicht eintreten, weil sonst die Barren ausgemünzt oder die Münzen zuBarren ciiigcschmolzcn werden, NebcniuS S. 121. 129, Unten Not. 29.Ucbcrgang von Münze in Barren und umgekehrt, vlievslier p. 591.79.