Teil eines Werkes 
Bd. 1, Abth. 2 (1868) enthaltend die Lehre von der Waare
Entstehung
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1107
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Abschn. II, Da« Geld. Cap. II. Münze. §, 103. Geldkurs u, Wechselkurs, HO?

die Differenz zwischen Nennwerth und Metallwerth nicht bemerktwird, sei im Vertrauen auf den Credit deö Staates, oder ausGewöhnung, oder in Folge lebhafter Nachfrage, weil eine gewisseGcldsorte zu Zahlungen gebraucht wird Die Differenz zwischenKurS und Nennwcrth, welche gegeben oder verloren wird, heißtAufgeld, Agio, im letzteren Falle auch wohl Disagio^).

Wichtiger als der Geldkurs innerhalb desselben Staates istder Kurs einheimischer Geldsortcn im Auslande und umgekehrt.Auch bcmißt sich hier das Pari nicht nach dem Verhältniß deSKurses zum Nennwerth, sondern zum Metallwerth 2°), weil derNennwert!) über die Staatsgrenze 21) hinaus nicht in Betrachtkommt. Der Geldkurs steht hier in genauer Verbindung mit demWechselkurs^), darf aber mit diesem nicht verwechselt werden.

18) S. Not. 16.

19) HülfSgeld, von dem mittelalterlich lateinischen a^sium oder s^iumu. dgl.: HülfSsache, Pertincnz, 0 u c s u x e v. In den älterenWechselordnungen häufig i'sxio oder Isxio genannt, z. B. Leipziger W.O.von 1662. z. 21. Klub er §. 421. Not. 0. V i n e e » s , expo-zition raisonne« II. p. 396. not. 2. Bei DiSagio ist Enlwerthung, .De-preciatiou", vorhanden. Die Spcculation auf Agio und DiSagio desGeldes, dann auch von Wcrthpapieren und Waaren heißt Agiotage.Agio und DiSagio werden in den Kurszetteln entweder in dem Kurseangegeben oder für sich in Procenlen, namentlich wo der Preis sich für100 Stück der betreffenden Münze versteht, Noback, Handelswissensch.S. 57. Im Millelalter wurde mitunter tarifwcise das Agio der Geld-wechsler flrirt, Fälle auö Oberdcutschlaiid 1400 u, 1423 s. Moue,Zcilschr. f. Geschichte des Obcrrhcinö VI. S. 284. 289. 293.

20) Und zwar meist bloßer Barrcnwcrlh, ohne Fabrikationskosten s. Not..Im Auslande ist im Gegentheil das gemünzte Geld meist Ausnah-men s. Not. 16 weniger werth, als der Barren, denn die Marke mußerst abgenommen werden. Horn, Bankfreihcit S. 49.

21) Achnlich kann es sich verhallen, wo innerhalb desselben Staates verschie-dene Münzgebicte, z. B. Thaler- und Gulden-Gebiet, bestehen, S. oben§. 101. Not. 23. 24.

22) Büsch, Darstclluug der Handlung I. S. 82 120. II. S. 226 231.NcbeniuS S. 193 ff. Treitschkc, Encyclopädie der Wcchselrcchle I.S. 308 320. Bender, Wcchsclr, I. S. 472 fs, Thöl II. § 167.Siebenhaar, Archiv s, W.N I. S. 132 -186. Hofsmann, Wcchsclr.S. 7432. O. Wächter, Wcchfcllchre §. 76, 77, Vincvns. expos.II. p. 397, ?src>essus, cours I. Hr. 26. 27. 8tor^, Nordamerik.Wcchsclr. §. 30. 31. I50-IS3. 400-407. Am besten jetzt «eorxe