Teil eines Werkes 
Bd. 1, Abth. 2 (1868) enthaltend die Lehre von der Waare
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Drittes Buch. Die Waare.

Diebedungene" Münzsorte ist nicht allein in svlutiovs, sondernauch in odliZationo. Nur eine wahre Unmöglichkeit ^»s oder völligerMangel eines gläubigerischcn Interesse^) befreit den Schuldner vondieser Verpflichtung, ohne ihn von seiner Verbindlichkeit,Geld" zuleisten, freizumachen.

Indessen erleiden diese Principien sowohl particularrechtlich,wie auch für das Herrschaftsgebiet des Deutschen Handelsgesetzbuchsund der Deutschen Wechselordnung einerseits, des Deutsch-Ocsterrei-chischcn Münzvereins andererseits zahlreiche Modificationen, zumNachtheil und zum Vortheil des Schuldners.

I. Zum Nachtheil des Schuldners:

1) Im Wechselverkchr gilt mitunterWechselzahlung"als bedungen, auch wenn der Wechsel nicht ausdrücklich aufWech-selzahlung" gestellt ist. Dadurch sind gewisse Geldsorten zu aus-schließlichen Zahlungsmitteln von Wechseln erklärt:Wechselgeld",oder doch gewisse ausgeschlossen. Welche, bestimmt sich nach Gesetzoder Gebrauch des Zahlungsortes^). Vertragsmäßige Modificationensind statthaft: s. g. Werthwechsel-°).

Art. 86. Prenß. W.O, v. 1724 Art. 50. BreSlauer W.O. v. 1722§. 30. Schles. W.O. v, 1733 Art. 30. Elbiuger W O. v. 1753 Art. 70.Oestcrr. W.O. von 1703 Art. 42. Schweb. W.O. von 1748 Art. 10§. 2. Golhaische W.O. §. 10. Jcver'sche WO. §. 18. Hannovcr'scheZ. 28. vi>de <ie vom. «rt. 143, vcrgl. Voile civil Art. 1902.D.W. O. Art. 37 u. a. m. s. Not. 35 ff. Treitschke, Encyclo-pädie II. S. 775 ff. Bender W.R. I. S. 470. Pöhls, W.R. S. 437,zweifelnd I. §. 126. Thöl II. §. 185 Not. 6.7. Ren aud, W.N. (3.Nufl.)§. 64 Not. 4.27a) S. Not. 43 ff.

28) Alsdann muß der Gläubiger sich auch hier init Zahlung iu der Währungdeö ZahluugSvlatzcS begnügen. I. 99 0. u> solut. (46, 3) 5i ex ea roSsmiium sliauick passurus sit. Fr. Mommscn, Beiträge zum Obliga-tioncnr. I. S. 4?. 50. Scaecia a. a. O. (Not. 27) xenerslis con-suetuäo toliiiz munä!. Vcudcr, W.R. I. S. 470. PohlS, W. R. S.472. ?-,r<Iess»s, cours I. IVr. 204. Iroplonx, pret IVr. 243.

29) So findet sich schon früh am Niederrheiu (1259) eine für deu größerenkaufmännischen Verkehr bestimmteKaufmannSmark" im Gegensatz zurgewöhnlichen NcchnungSmalk (Mone, Zcilschr. f. Gesch. deö OberrheinSVI. S. 261). Dem gleichen Zweck dienten auch die mancherleiWechsel-