Teil eines Werkes 
Bd. 1, Abth. 2 (1868) enthaltend die Lehre von der Waare
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Abschn. II. Das Geld. Cap. II. Münze. §105. Geld als Sache. Geldschuld. s.1.59

ihrem Nennwerthe erhöht oder herabgesetzt ist^); oder, mit oderohne Veränderung ihrer Benennnng, zu einem anderen Münzfüße(zu höherem oder geringerem Feingehalt) ausgeprägt worden ist; oderfalls der Münzfuß überhaupt oder gar das ganze Währungssystemverändert worden ist ; ja selbst wenn nur ihr Kurs sich geänderthat, sofern dieser überhaupt rechtlich in Betracht kommt 4'). Dennin allen Fällen dieser Art kann durch Zahlung in der bezeichnetenMünzsorte der Gläubiger oder der Schuldner benachtheiligt wer-den: der Gläubiger, welchem weniger, d. h. ein im Feingehalt oderdoch Werth geringeres Quantum Edelmetall geleistet wird, als errechtlich beanspruchen darf der Schuldner, welcher mehr, d. i. einin Feingehalt oder Werth größeres Quantum Edelmetall leistenmuß, als er rechtlich verbunden ist. Rechtlich einflußlos dagegenist eine bloße Aenderung des nicht in Edelmetall, sondern in andernGütern bemessenen Geldtauschwerths ^). Denn diese Aenderung ist

45) Was principiell stets unzulässig ist. Oben §. 104 Not. 69. A.L.R. I. II§. 790 und Declar. v. 27. Sept. 1303. Oesterr. G.B. §. 983. Holland.l>. G.B. Art 1793 und Holl. H.G.B. Art. 157. Württemb. Entw. Art.311. S. auch M'Cnlloch S. 52. 68.

46) A.L.R. I. 11. Z. 787. c°t>L civil Art. 1395. Holland , b. u. H.G.B,a. a.O. Württemb. Entw. a. a. O. (Not. 45>. Baumstark S. 111198.Gleichstellung neuerer leichterer und alter schwererer Courantmünzc schonin der Solonischen Münzgesctzgebnng. Mommsen S. 55. Erhöhungdes Denarwerths von 10 ans 16 Sesterzen in Nom dnrch das FlaminischeGesetz v. I. 217, wodurch die Gläubiger 37'/z°/ einbüßten. HultschS. 219.

47) Nicht bei inländischen Münzen der Währung bei Zahlnng im Jnlandes. unten Not. 61 fs. Sonst auch in diesem Falle. Denn da die Münzenur insofern und insoweit Zahlmittel ist, als sie einen gewissen Geldwert!)in sich schließt, so wird sie durch Aenderung des letztern zn einer andernMünze als die geschuldete.

43) Oben §. 103 z. A. I. 42 0. ile ü^. (46, 1) quis non ut aesti,»»liorernm, c>use merciz numero bsbontur, in p?c»MA »umerals nori potest,its pecttnis quoizue merce uestimaiiiia est. Glück XII. S. 69. 70 (un-klar,. Unterholzner, Schuldverhältnisse l. S. 234. Buchta §. 33Vorlesungen, v. Savigny S. 433435. 46146Z. Bedenken beiv. Vangerow III. S. 35. 36, s. aber Sintenis §. 85 Not. 20.Windscheid Z. 256 Not. 18. Nebeuius S. 162. Im Handel istdieser Punkt ohnehin, wegen der meist kurzen Dauer der Nechtsverhält-