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Drittes Buch. Die Waare.
Ferner die Giroanweisungen?»), welche die Bank über den Belaufdes Metallguthabens ihrer Kunden bez. Bankbetheiligtcn auf sichausgibt oder accevtirt.
Insbesondere dieBanknoten "): in der Regel auf Inhaber»")lautende und jederzeit auf Verlangen (auf Sicht) in Währungeinlösbare Geldscheine der Bank, welche thatsächlich die Zahlmittel-function in umfassendstem Maße und in sehr weiten Kreisen zu ver-richte» Pflegen. So haben viele große Staaten kein oder weniges
23) Die älteste Form der Banknoten. Solche waren ursprünglich die Notender Englischen Goldschmiede: xftlckinilli's >'utes im 17 Jahrh. Depositen-scheine der Amsterdamer Bank i>609): Hübner, Banken I. S. 11.(Ueber China s^im Jahre 807) s. Zlaelsoä p 214), In Preußen ein-geführt 1733: Kcyszner, Zntschr. f. RechlSpfl. n. Geschg. in Preußen II.S. 103. Im Jahre I8'I7 hat die Preußische Bank für 7,543,000 Thlr.Giroanweisungen acceptirt, während im Lanfe dieses Jahres die Girogut-haben 31,661,336Thlr. betrugen, von welchen 31,453,852 Thlr. abgeschrie-ben wurden. lJahrcSbericht der Preuß. Bank v- 1367 — Nationalzeitung1863 Nr. 137). S. auch Horn, Bankfreiheit S. 200 sf, 266. Hübner,Banken S. 64. Oben §. 106. 107.
2V) So vielleicht zuerst die Noten der Englischen Goldschmiede— s. vildsrt,g prsctiesl trost!5e on bsnkinx p. 450. Noten der Schwedischen Bankseit 1661: Hübncr, Banken I. S. 12, auch »lscleock p. 218. Notender Bank von England seit 1644- Horn, Bankfreiheit S. 266 ff. DieBank von Schottland 1695. In Frankreich die Bank von I.s>v 1716—1720, dann bis 1776 keine Zettelbank, 1776 wieder bis 1793 die csisseä'escom,>tes in Paris. Seit 1800 die Bank von Frankreich : HornS. S02 ff. Sernkirck, Journ. c)«8 Leon. 1367 II. p. 417 ff. Amerika-nische Staatsbank 1791—1311: v. Hock, Finanzen S. 731 ff. DiePreußische Bank zu Berlin ist zwar nach dem Edikt v. 29. October 1766als Notenbank gegründet worden, indessen hat ihre Banknotenemission nureinen geringen Umfang gehabt und von 1806 bis 1820 sogar ganz ge-ruht; einen immer wachsenden Aufschwung hat die Banknotenausgabeerst seit der Reorganisation vom 18. Juli 1346 genommen: (Niebuhr)Geschichte der Konigl. Bank in Berlin 1354.
30) In England ließ man ursprünglich nicht einmal indossablc Banknotenallgemein zu. klacleoä p. 664. 230.
31) Doch gibt eS auch Banknoten mit kurzer Verfallzeit, z. B. 8 Tage nachSicht, s. g. bsnk posl bills, Llievslier p. 654. Geyer, ZettelbaukcnS. 272. lUscleoä p. 220. Das gewöhnliche Formular der Banknotes. oben §. 107 Not. 34.