Teil eines Werkes 
Bd. 1, Abth. 1 (1864) enthaltend die geschichtlich literärische Einleitung und die Grundlehren
Entstehung
Seite
437
Einzelbild herunterladen
 

Cap.II.DiecinzelnenGeschäfte.Z.48.ObjectiveGrundgeschäfte.H.G.B.Art.271.Z.2. HZ?

Doch genügt der zur Zeit der Vertragsschließung vorhandene

aufgehenden Z. I in einer inneren Verbindung stehend gedacht ist: Spe-culationsanschaffung und Nealisatiouövcräußerung (Z. 1), SpcculationS-veräußeruug und NcalisationSanschafsung (Z. 2). Diese Harmonie würdefehlen, wenn bei der Liefernngsübcrnahme eine vorausgehende Anschaf-fung wenn auch nur des noch zu bearbeitenden Rohstoffes (z. B. durchFabrikanten oder Handwerker), genügte, denn alsdann würde die Lie-feruugsübernahme eine Realisationsvcräußerung sein, und solche ist nachArt. 271, 273. S. 2 kein objectives, sondern nur ein subjectives Han-delsgeschäft. Daher umschreiben auch die Motive zum R.H.G.B. S. 28unser, wörtlich gleich definirteö Geschäft mit den Worten:Der Spe-culationövcrkauf, bei welchem der Verkäufer gedenkt wohlfeiler ein-kaufen zu köunen, als er verkauft hat." Für diesen Verkauf wird derAusdruckLieferungsgcschäft" gebraucht, und fortgefahren:Diese Specula-tion kann auf zweifache Weise stattfinden: entweder so, daß der Verkäufereben die Sachen, welche er verkauft hat, hinterher einkaufen will,oder andere Sachen, aus welchen er die verkauften anfertigt oder anfertigenlassen will." Näher wird dies Motive S. 9. IN zu Art. 1. Z, 1 (s.Not.I)erläutert:Die gewöhnliche Spekulation des Kaufmanns geht dahin, daßer theurer verkaufen werde, als er gekauft hat. ES kommt aber auch derandere Fall bei ihm vor, daß er die Waare verkauft, ohne bereits sie sel-ber oder auch nur ein Recht auf sie zu haben; er will die Waare, die erverkaufte, die er also zu liefern verpflichtet ist, erst hinterher selberkaufen, um sie liefern zu können. Er ist dessen bereits sicher, oder erhofft doch darauf, daß er die Waare wohlfeiler erhalten werde, als ersie verkauft hat, er speculirt im letzteren Fall auf das Sinken der Preise. Dieses zweifache Verfahren kommt auch bei denjenigen Kaufleuten vor,welche die angeschaffte Waare zu einer anderen verarbeiten, also nament-lich bei Handwerkern und Fabrikanten. Sie kaufen die Waare ein undverarbeiten sie zu einer anderen, haben die fertige neue Waare auf demLager und verkaufen sie sodann. Oder sie verfahren so, daß sie erst Be-stellungen abwarten und entgegennehmen, also die Lieferung versprechen,mit anderen Worten erst verkaufen und dann hinterher nicht nur dieAnfertigung der versprochenen Waaren beschaffen, sondern anch erstdiejenigen Sachen anschaffen, auö welchen das versprocheneHandwerksstück oder Fabrikat angefertigt wird." Vgl. S. 29.(Not. 12). Im Anschluß hieran bemerken die Motive z. Prcuß. Entw.S. K oder ob, wie dies bei der Lieferung der Fall ist, zunächst dieBestellung und dann erst die Beschaffung der bestellten Waaren erfolgte."S. 104Die Uebernahme einer Lieferung. Es ist dies Verkauf auf