Teil eines Werkes 
Bd. 1, Abth. 1 (1864) enthaltend die geschichtlich literärische Einleitung und die Grundlehren
Entstehung
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Cap.II.DieeinzelnenGeschäfte.§.55.SubjeetiveGruudgeschäfte.H.G.B.Art.272.Z.4.469

telungsgeschäfte sind Handelsgeschäfte^). Ist jedoch der Mäkler einamtlich bestellter (s. g. Handels-) Mäkler , und beschränkt sich seineThätigkeit aus die durch sein Amt ihm zugewiesenen Geschäfte, sogilt er selbst nicht als Kaufmanns, und dieses Geschäfte, obwohldas H.G.B, dieselben regelt, nicht als Handelsgeschäfte, wenngleichdie darans entspringenden Rechtsverhältnisse als Handelssachen")im Sinne des H.G.B. Art. 1. Die amtlichen Geschäfte der Han-

3) Motive z. R.H.G.B. S. 17. v, Hahn, Eommentar I. S. 168. 199.Auerbach, Handclsges. S. 26. Brir S. 277.

4) Nach französ. Recht gelten die amtlich bestellten Mäkler als Kaufleute undihre Bcrufsgcschäfte als Handelsgeschäfte. Dagegen ist streitig, vb auch dieverbotenen Bermitteluugsgcfchäfte der Wintctmäklcr Handelsgeschäfte seien,ksrässsus I. Ni. 41. Aolinior Nr. S154. Orill^rcl Nr. 333 tl.362. 364. NouKuior I. x, »62 lr, DaS Span. H.G.B. Art. 62.Portug. 100, Brasil. 36 zählen die Mäkler nicht zu den Kaufleuten, son-dern zu den Hülsspersonen, ebenso Brinckmann, Lehrb. §. ö. Not. 3. Nicht HaiidcISmäkler im Sinne des D.H.G.B.'s sind die nicht beeidig-ten, aber ccmcessionirten Börsenagenten der Wiener Geldbörse nachdem Patent vom 11. Jan. 1354: Ocstcrr, E.G. 8> 26, v. Stuben-ranch, Handbuch S. 161. 163. 139, Brir S. 78. 277. Ob die obrig-keitlich bestellten Güterschaffner (Frachten- oder Gütermakler), läßtsich nicht allgemein entscheiden: v. Hahn I. S. 172; schlechthin: Auer-bach, Handclsges. S. 25.

6) Zu enge scheint v. Stubenrauch a. a. O. S. 361. nur diejenige Thä-tigkeit der HandelSmäklcr als amtliche, den allgemeinen Borschriften vonden Handelsgeschästen entzogene zu erachten, welche im Auftrage oder In-teresse des Staates stattfindet, z. B. die officiclle Nolirnng der Durch-schnittspreise und Durchschuittöcursc. Nicht zu verwechseln mit denVermittlungsgeschäften sind die von Handelsmällcrn vermitteltenGeschäfte. Ob diese als Handclögeschäfle gelten, bestimmt sich lediglich nachderen Natur, ohne Rücksicht aus die Intervention des Mäklers. DerAntrag, alle von Handelömäklern vermittelten Geschäfte schlechthin sürHandelsgeschäfte zn erklären (wie Rufs. H.G.B Art. 1176. Z. 3), ist wie-derholt abgelehnt worden, Prot. S. 522, 12731275. 1237. Monit.254. und .Darstellung» S. 74.

6) I. Pr. Entw. §. 1043. Z. 3. II. Pr. Entw. Art. 987. Z. 3. Preuß.E.G. Art. 2. Z. 6. Bayer. Art. 63. Z. 6. 7. Anhalt-Bernb. Art. 2. Z.6. Hessen -Darmst. Art. 37. Z. 5. Hcssen-Homb. Art. 34. Z. 5. Ocsterr.8. 39. Z. 1. K. Sächs. Auöführuugöv. §. 8. Z. 8. S. v. KräwellS. 334. v. Hahn I. S. 2.