Allee, Platanen-Allee etc. und baute in jeder Alleeein oder gar zwei Häuser; zugleich aber auch einenRestaurant ersten Ranges, ein grossartiges Casino undeine Wasserkunst. Trotzalledem wollten sich keineKäufer, nicht einmal Miether finden, und die luftigenVillen, bei deren Anblick man einen leichten Rheuma-tismus verspürt, wurden Jahre lang nur von Quistorpund seinen Freunden bewohnt.
Anfang 1870 gründete die Westend -GesellschaftQuistorp & Co. die Vereinsbank Quistorp & Co. inCharlottenburg . Diese patriarchalische Ackerbürgerstadt,wo der Berliner „Sommer wohnt“, sah sich plötzlichmit einer Bank beglückt, die hier jedoch schlechter-dings nichts zu thun fand und deshalb bald nachBerlin wanderte. Damit beginnt Quistorp’s eigentlicheWirksamkeit. Er hatte es verstanden, für sich zuwerben; er hatte Gönner und Förderer bis in diehöchsten Kreise hinauf gefunden. Die in Charlotten-burg wohnende Königin Wittwe, deren Frömmigkeit,Wohlthätigkeit und Gutmüthigkeit bekannt war, unter-stützte ihn reichlich; auch andere Mitglieder der Kö-niglichen Familie sollen' ihm ansehnliche Summenvorgestreckt haben. Er wusste sich bei den Behörden,bei hochstehenden und einflussreichen Personen einzu-