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einsbank verknüpft, indem man den Actionären derletzteren immer ein Bezugsrecht auf die neue Emis-sion einräumte, welches von jenen auch stets be-nutzt ward, so dass sich zuletzt ein industriellerBattenkönig gebildet hatte, in dessen Mitte Herr Hein-rich Quistorp sass.
Aber dieser Mann Verstandes, sich dermafsen als„Biedermeier “ aufzuspielen, dass er nicht nur dasPublicum, sondern sogar die Börse berückte. Die Börse,welche sonst Niemandem, nicht einmal sich selbertraut, glaubte an — Quistorp. Während sie HerrnSchweden nur eine glückliche Hand nachrühmte, hieltsie Quistorp für den leibhaftigen Bruder Grund-Ehr-lich. Die „Quistorp’schen Werthe“ fanden ein ganzbesonderes Ansehen, eine ausserordentliche Zugkraft;sie wurden von den Banquiers in der besten Absichtihren solidesten Kunden als „hochfeine“ Capital-An-lage empfohlen, und mit Vorliebe von dem schlichtenBürgersmanne genommen. Selbst nach dem „GrossenKrach“ behaupteten sie noch eine Zeit lang ihrenNimbus; und als endlich auch die Vereinsbank fiel,glaubte man in gewissen Kreisen das Ende der Weltgekommen.