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Präsident, trank „auf das Gedeihen des grossartigenUnternehmens, dem Seine Majestät Selber, wie derKaiserliche Besuch bekundet habe, ein aufmerksamesInteresse widme“.
Wir entnehmen diesen Toast dem Berichte der„National-Zeitung“, geschrieben von dem Director des„Berlin -Charlottenburger Bauverein“, der in seinenMussestunden zugleich auch ein gewandter Dichter undein glänzender Feuilletonist ist, und von dem Fest-schmause, mit Hülfe von Shakespeare , Goethe undSchiller, eine hochpoetische Schilderung lieferte. Manhöre ihn selber: Vor jedem Gedeck waren neun ver-schiedene Weingläser aufgestellt. „Alle Gläser er-klangen. An den schlanken Kelch, mit perlendemSchaum gefüllt, stiess der mächtige grüne Rheinwein-Römer, Burgunder und Mosel begrüssten sich, undder Chablis in der breiten flachen Schale klang anden funkelnden Bordeaux im schön geschliffenen Kry-stallglase.“ Selbstverständlich nöthigt solche Bewir-thung zu Dankbarkeit und Erkenntlichkeit.
Mit Pauken und Drommeten ging der Kaiserhofin Scene, und gleich in den ersten Tagen war er über-füllt — wenn auch nicht ausschliesslich von Fremdenund Reisenden. Am 1. October wurde er eröffnet —