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I. ABSCHNITT.
Diese Yervielfältigungskoeffizienten kommen nicht andie von Hüttenheim heran (Siehe bei Hüttenheim), wodoch noch mehr Saatgut als liier verwendet wird. Nicht dieAnwendung grösserer Saatquanten bringt dies Resultat,sondern die stärkere Düngung, die intensivere Cultur in Folgedes Tabakbaues.
Handelsgewächse, die so sehr zum intensiven Anbaudrängen, werden hier keine angepflanzt; ein ganz schüchternerVersuch im Hopfenbau kann nicht als maasgebend ange-sehen werden.
§ 8 .
Die Viehhaltung.
Durch Vermehrung der Futterproduction hat auch dieViehhaltung hier an Ausdehnung gewonnen.
Auf die Frage, wie viel Rindvieh, Pferde nothwendigseien zur rationellen Bewirtschaftung eines Landguts, ant-worten wir, dass hier ein Stück Grossvieh auf den Hektarnothw'endig ist, und davon wiederum dürfen die Pferde nichtzu viele sein. Dies ist auch hier nicht der Fall.
Gewöhnlich w r ird aber nicht soviel Vieh gehalten: fürein grosses Gut (20 Hektare) 3—4 Pferde, 2 Ochsen, 6 Kühe,4—5 Kalbinnen und 3—4 Kälber.
Für ein mittleres Gut (16 Hektare) 2 Pferde, 1 Ochseund 7 — 8 Stück Rindvieh; für ein kleines Gut (7 Hektare)4 — 5 Stück Rindvieh, hie und da ein Pferd; vergl. Landw.Enquete, ad § 36, pag. 121.
Dieser Viehstand reicht aber nicht hin, und sollte biszur angegebenen Höhe gebracht werden; hierzu fehlen aberleider die Mittel zu oft, sowie das Futter.
Der Viehstand für die Gemeinde Ober-Spechbach betrugnach der Zählung von 1873 (die von 1883 fanden wir aufdem Archive nicht mehr vor):
Pferde.47
Rinder: Kälber unter (2 Jahr ... 41„ : „ von V 2 J. bis 2 J. alte 57
„ über 2 Jahre alt.141 (darunter Milch-
kühe 127)