DAS DORF HUTTENHEIM.
77
ha o/o der Acker- u. Garten-fläche.
Uebertrag 492, 12 91,7
Hopfen ...... 1,60 0,2
Klee aller Art .... 20, — 4,0
Luzerne.6,— 1,1
Haus- und Obstgärten . 14,08 3,0
459,80 100,0
Stellen wir nun einen Vergleich an mit den Zahlen,welche in Hüttenheims Statistik vor 1866 sich vorfanden,so sehen wir (Anlagen: Agrarstatistische Tabelle lila), dassdie Weizenkultur fast ganz gleich geblieben ist (145 ha, 22 a,zu jener Zeit.
Mischfrucht und Roggen, letzterer damals noch 60Hektare, sind von der Bodenfläche gänzlich verschwunden.
Die Gerste — 1862 120 ha — sank 1883 auf 90 her-unter; dies zu Gunsten des Hafers, der von 5 ha, 90 a (1862)auf 50 ha, 40 a (1883) sicli aufschwang.
Mais, Linsen, Ackerbohnen, Erbsen verschwinden ganzaus dein feldmässigen Anbau. Linsen wurden dazumal dreiHektare gepflanzt. Schuld daran ist die seither geänderteNahrungsweise, indem inan sich, besonders seit Vermehrungder Bevölkerung durch so viele Fabrikarbeiter, mehr undmehr dem Fleische zuwendet.
Die Kartoffeln konnten in Folge dessen auch nichtZurückbleiben; von 53 ha, 43 a (1862) stiegen sie auf einAreal von 80 ha (1883); ebenso die Runkelrüben, als Futterdem Viehe zur ergiebigen Milcherzeugung gereicht, da dievermehrte Bevölkerung erhöhte Milchbeträge in Anspruchnimmt; ihre Fläche bezifferte sich (1862) auf nur 25,56 ha,während sie jetzt (1883) 60 beträgt.
Das schon sehr lange übliche Anpflanzen von weissenRüben auf den Stoppelfeldern (26 ha) ersetzt in grossem Masseden Futterbau auf den Aeekern, wodurch die Bauern demAnbau von Ilandelsgewächsen mehr Fläche widmen können.
Im Ganzen ist der Gemüseanbau hier in Hüttenheimvon untergeordneter Bedeutung für den Handel und genügt