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Die bäuerlichen Verhältnisse im Elsass : durch Schilderung dreier Dörfer / erläutert von A. Hertzog
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III. ABSCHNITT.

I. Die Technik des landwirtschaftlichen Betriebs wärenoch mancher Verbesserung fähig, als zum Beispiel:

1) Ausdehnung des Futterbaues bis zu der angedeutetenZahl von Hektaren.

2) Ist dringend zu empfehlen die Anwendung ver-besserter Geräthe in Haus und Feld: als Futtor-schneidmaschinen, Häckelmaschinen. zum Zerkleinernder Hackfrüchte, Anwendung von Untergruudpflügen;denn es wird hier nicht tief genug gefahren, diePflüge der Gegend sind auch nicht gut genug.Bauern, die den Untergrundpflug bereits angewendethaben, bestätigten die von mir aufgestellte Behauptung,dass der Boden besser rentire, wenn er der Luftleichter zugänglich ist. Ich war der Ansicht, dasshier die Anwendung der Dreschmaschinen nicht öko-nomisch sei; aber meine Rentabilitätsberechnungenhaben mich eines Andern belehrt, und kann manhiezu nur rathen, besonders zur Anwendung vonPferdedreschmaschinen, um so doch wenigstens mitden Pferden des eignen Stalls einen Lohn zu ver-dienen.

3) Abschaffung der überflüssigen Pferde in der Weise,wie es oben angedeutet wurde, und Ersetzung der-selben durch Rinder; ebenso Vermehrung des Rind-viehstands zur vermehrten Düngererzeugung.

4) OekonomischeVerwendung des Illschlamms zu Dünger,und wenn dies Alles noch nicht genügte, Anwendungkünstlicher Dungmittel.

5) Billigere Beschaffung der nothwendigen Naturalbe-dürfnisse als Saatgut, Futtermittel, künstliche Düngeretc. durch den landwirtschaftlichen Verein, der zu-gleich als Konsumverein fungiren kann und es theil-weise schon thut.

II. Drückend ist der mangelhafte Absatz der Produkte,besonders in letzter Zeit für Getreide und Tabak. Diesemkönnte abgeholfen worden durch genossenschaftliche Organi-