KAPITEL III.
DIE MARK1RCHER INDUSTRIE.
Die Hausweber des Weilerthaies werden zum grösstenTheil von Fabrikanten beschäftigt, welche in Markirch ihrenSitz haben. Es giebt dort deren zur Zeit 24, von denenaber einige nur wenig Leuten des Weilerthaies Arbeit liefern.Ausserdem ist es eine Firma in Rappoltsweiler und eine inLeberau, und bis vor kurzem die Aktiengesellschaft in liütton-heim, für die die Weilerthaler weben. Erstere beiden Firmenwill ich künftighin, wenn ich schlechtweg von MarkircherFabrikanten rede, mit einbegriffen wissen.
Die Lage der Markircher Industrie werde ich am bestenzu schildern im Stande sein, wenn ich die einzelnen Artenvon Stoffen, welche dort gearbeitet werden, abgesondert be-spreche. Es sind dies die sogenannten Tiichel oder mouchoirs,und die Damenkleiderstoffe, welche letztere sich wieder inStapelartikel und Neuheiten (nouveautes) scheiden.
A. DIE TÜCHEL.
Die Mouchoirs sind baumwollene Tücher von 80 oder 85 cmim Quadrat Grösse und von möglichst bunten, oft sehr grellen,stets carrirten Mustern, welche von südländischen Völkern,namentlich Südfranzosen und Spaniern, sowie in einigen ausser-europäischen Ländern als Kopftücher getragen werden. Je nachder Menge der Fäden, der Qualität des verwebten Garnes,und der Methode der Anfertigung unterscheidet man ver-