FISCHEREI. DAS VORKOMMEN VON flEWERHEN.
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trachtet. wurde. 1 Davenant empfiehlt besonders, die Gesetz-gebung' möge den Bergwerksbesitzern alle Unterstützung ge-währen, welche diese zur Erleichterung ihres Geschäftsbetriebeszu Haus und ihres Absatzes nach Aussen für nöthig erachten,«da ihr Kapital und ihre Arbeit dem Ganzen so sehr zumBesten gei'eichen ; denn was ihre Produkte auf den fremdenMärkten bringen, ist reiner Gewinn der Nation.»
Noch weniger als die Bergwerksinteressen sind die Fischerei-interessen am Ende des 17. Jahrhunderts, in England ent-wickelt; die Häringsfischerei ist noch überwiegend in der Handder Holländer. 2 3
Dagegen finden wir unter den Gewerben Eines in derhöchsten Blüthe. Es ist dies keines der Gewerbe, an die wirheute vor Allem denken, wenn von englischem Gewerbeileissdie Rede ist. Die Baumwollindustrie war noch ganz unerheblich;die Eisenindustrie in ihren verschiedenen Zweigen hatte sichkaum über die Bedeutung eines lokalen Gewerbes erhoben;eine Exportindustrie war damals weder die eine noch dieandere. 2 Die Industrie, in der damals der Schwerpunkt desenglischen Gewerbfleisses lag, und auf welche die damaligenenglischen Staatswirthe mit Stolz hinwiesen, war die Tuch-manufaktur.
Die lange herrschende Meinung, als sei Eduard III. derBegründer der englischen Tuchmanufaktur gewesen, hat Schanz 4neuerdings wieder als irrig dargelegt. Richtig ist nur, dassseitdem Eduard III. die vlämischen Weber nach England be-rufen, die englische Tuchmanufaktur, wie besonders die Her-stellung feiner Tücher in Norfolk, zu grosser Blüthe gelangte.Seit. Eduard IV. und den Tudors beginnen dann gesetzgeberischeMassregeln zu ihrem Schutze, zuerst noch inkonsequent undnicht von dauerndem Bestand. Indess bald kommen hohe Aus-
1 Vgl. ausser Macaulay die im Einzelnen etwas von ihm abwei-chenden Mittheilungen von Howes (1(181), abgedruckt, in den Publi-cations of the New-Shakspere Society, Series VI f> p. 32 *.
2 Davenant, Works 1 p. 426.
3 Vgl. Toynbee, a. a. 0. p. 49-51.
4 Schanz, Englische Handelspolitik. Leipzig 1881 I p. 437-9.