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fuhrzölle auf den Ilohstoll'. «Während zur Zeit. Heinrichs VII. und VIII. der Wollzoll bei Stapelkaufleuten ungefähr 33 °/o ?bei Nichtstapelkauf leuten 70 oj 0 des Werthes betrug, war derTuchzoll für Einheimische und Hansen nicht ganz 2o| 0 undfür Fremde nicht, ganz 8o/ 0 des Werthes. Und diese grosseDifferenz dauerte fort bis 1557 !» 1 Unter Elisabeth wird dann1565 die Ausfuhr von lebenden Widdern, Lämmern und Schafenbei Strafe der Confiskation des ganzen Vermögens und desVerlustes der linken Hand durch den 8. Eliz. c. 3. verboten.Es wird behauptet, 2 3 dass damals angeordnet worden sei, dassder Lordkanzler und die Richter im Oberhause auf dem Woll-sack zu sitzen hätten, um sie stets an die Durchführung diesesGesetzes zu erinnern, während ein Schriftsteller 8 von 1613die Bedeutung des Wollsacks nur darin sieht, dass dem Ober-haus die Wichtigkeit dieses englischen Nationalerzeugnissesstets gegenwärtig sein solle, .ledenfalls ist die Tuchmanufakturseit, den Tudors das Schosskind der englischen Schutzzollpolitikgeworden, und je mehr diese ausgebildet wird, desto schärferwerden die Massregeln zu ihrem Schutze. Nachdem dann SirWalter lialegh 4 * Jakob I. um 1616 mit Rücksicht auf die Tuch-manufaktur auf das Nachdrücklichste darauf verwiesen hatte,welcher Schaden England dadurch erwachse, dass die Produktedes Königsreichs unverarbeitet in’s Ausland gingen, erfolgte1620 eine königliche Verordnung, welche im Interesse derTuchmanufaktur die Ausfuhr aller zu derselben nöthigen Roh-materialien verbot und, da diese Verordnung, als solche, 1625mit dem Tode Jakobs ihre Rechtskraft verlor, wurde sie 1630,
1 Schanz, a. a. 0. p. 441.
2 John Smith, Memoirs of Wool. London 1747 II p. 408.
3 Smith, Memoirs of Wool I p. 129. Ich erwähne diese Meinungennicht, weil ich sie für richtig halte, — ist doch der Zusammenhangdes Wollsacks mit der parlamentarischen Bewilligung von Zöllenper Sack ausgeführter Wolle viel wahrscheinlicher, — sondern alscharakteristisch für die Werthschätzung der Tuchmanufaktur seitensdes Publikums des 17. Jahrhunderts.
4 Siehe The Works of Sir Walter Pialegh Kt. Oxford 1828.
vol. VIII p. 3Ü8-370.