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Arbeit bei der Art der mir zu Gebote stehenden Quellen nichttief genug gehen konnte; an Strassburg gebunden, war ichausschliesslich auf das, immerhin sehr ergiebige gedruckteQuellenmaterial angewiesen. Vergleiche ich insbesonderemeine Abhandlung mit andern ähnlichen Arbeiten, dieebenfalls der Anregung von Herrn Professor Knapp ihreEntstehung verdanken, so ist es für mich selbstverständlich,dass eine Bearbeitung des Stoffes mit eindringendem Studiumder Akten eine äusserst lohnende Aufgabe gewesen wäre.Es lag mir auch lange Zeit der Gedanke solcher Ausführungnahe; durch den Eintritt in eine Stellung als Universitäts-beamter ist es mir aber unmöglich geworden, diesen Ge-danken auszuführen.
Wenn ich mich nun doch noch entschlossen habe, dieArbeit ohne solche Vertiefung durch Aktenstudien imWesentlichen in der mehr skizzenhaft gehaltenen Form zuveröffentlichen, in der sie vor vier Jahren bereits fertig-gestellt war, so hat mich dabei besonders die Erwägunggeleitet, dass sie vielleicht einem Andern, der unter günsti-geren Bedingungen diesen interessanten Theil der bay-rischen Wirthschaftsgeschichte zu bearbeiten unternimmt,immerhin als brauchbare Vorarbeit Dienste leisten wird.Dann aber dürfte die Arbeit auch in der skizzenhaften Durch-führung gerade in dem Balnnen dieser von meinem ver-ehrten Lehrer Herrn Professor Knapp voranlassten und ge-leiteten agrargeschichtlichen Studien insoferne eine beschei-dene Stelle verdienen, als sie gegenüber den werthvollenArbeiten, die wir über die nordöstlichen und nordwestlichenAgrarverhältnisse bereits erhalten haben und demnächsterhalten werden , 1 auch die entsprechenden Verhältnisse