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werden könten / wäre diese / daß man die unnöthigen Ausgabengenauer einschrencke / und dargegen bedacht wäre / die Nah-rung im Lande / durch die Kauffmannschafft und Hand-Arbeit /in bessern Stande zu setzen. Aber dieses ist den Cammerntheils eine zu beschwerliche Mühe / theils reichet es über den Ver-stand solcher Leuthe . . . Sie verstehen sich weit besser darauf: denletzten Heller vollends im Lande zusammen zu scharren : als durchgute Anstalten, frembdes Geld ins Land zu locken.« Lau forderteine gerechte Verteilung der Steuern. Nichts kann ihn alsKameralisten besser kennzeichnen als der Satz: »Ich solte ver-meinen, es sey einem Landes-Herrn die gröste Ehre; wanner vergnügte und glückselige Unterthanen habe« 65 ).
Laus Schriften haben wohl bewiesen, daß ich recht tat, ihnden Kameralisten anzuschließen, denn er verdient diese ein-gehende Betrachtung durchaus.