— IV —
stecken wollten, für den Fall des Gelingens auch noch einige andereStaate. Diese Absicht war sogar neben den Brandstiftungen desSchlusses die einzige originelle Seite in allen seit dem 4. Septemberunternommenen Erperiinenten. Im Uebrigen nichts als ewige Pla-giate ohne die geringste Schöpferkraft. Wie das zweite Kaiserthumdas erste nachäffte, so eopirten die verschiedenen Parteischattirungennach einander ihre alten Vorbilder; Diese die Girvnde, Jene dieJakobiner, Andere die Commune von 1793, und dann travestirtensie sich in ihrer kurzen Aufeinanderfolge wieder wechselseitig. JulesFavre lies; Napoleons Papiere veröffentlichen und . Assi die PapiereFavre'S. Alles Entrüstungsgeschrei, das Gambetra gegen Verrath,gegen die Verletzung der Genfer Convention , gegen die Tödtnng vonWeibern und Kindern losgelassen hatte, ließen Assi und Consvrtenwieder gegen Favre und Thiers los, lind die famose „gusri-s A,nutrÄuc«?", welche Gambetta gegen Deutschland gepredigt, wnrdeschließlich das Feldgeschrei der Commune gegen Versailles . Clüseretund Rössel wurden eassirt wie Trochu und AurelleS, Thiers undFavre als Neproduetiou des „Tartuffe Guillaume" und „MvustreBismarck" dem Hasse der Mit- lind Nachwelt überliefert. Das Pe-troleum, welches die Republik dein Schwarzwald bestimmt hatte,wurde voll der Commune aufs Stadthaus applieirt. Es stehtnoch dahin, ob iu Frankreich selbst aus der Art, wie seit Jahres-frist obenauf geweseue Schichten stets von ihren jeweiligen Nach-folgern karrikirt wurden, das politische Urtheil einige Selbsterkennt-niß schöpfe» werde; der historischen Kritik aber ist jedenfalls durchdie Periode der Commune ein Beitrag geliefert worden, welcher fürdie Durchdringung und Würdigung des Verhaltens des französischen Volkes von der ersten Stunde des Krieges au die schätzbarstenFingerzeige gibt.