sierung ihrer Betriebe lebensfähig erhalten, die ihnen ermög-lichten, an allen diesen Unkosten zu sparen. Nationalisieren be-deutet, mit einem Mindestmaß von Auswendungen das Höchst-maß an Leistung und Ertrag zu erreichen. Eine Nationali-sierung, die lediglich eine Mehrproduktion erzielt, ohnedie Möglichkeit, sie nutzbringend abzu-setze n, ist keine; sie ist eine Fehlinvestition.
Auch frühere Zeiten haben große Rationalisierungen ge-habt. In der Textilindustrie stellten die Erfindung der Spinn-maschine wie die des mechanischen Webstuhls, in der Eisen-industrie der Ersatz des Puddelofens durch die Flußeisenprozessedie größten dar. Jeder dieser Rationalisierungsprozesse I hat zu-nächst Massen von Arbeitskräften ausgeschaltet, hat zuerstschweres Elend unter den brotlos Gewordenen hervorgerufen.Aber die Warenverbilligung, die sie nach sich zogen,belebtenden Verbrauch derart, daß in kurzer Zeit nichtnur die vorübergehend ausgeschalteten, sondern weit mehrKräfte als vorher beschäftigt wurden. Der An-teil der Arbeitnehmer am Sozialproduktwurde damit ein ungleich größerer, dieLebenshaltung allgemein gehoben. Was früherein Luxus weniger Reicher war, wurde selbstverständliches Be-dürfnis der breiten Massen. So ging es nach der Erfindung vonSpinnmaschine und mechanischem Webstuhl mit Vaumwoll-waren, so in der Benutzung der Bahnen mit Reisen usw.Wenn man für einige im Preise stark gesenkte Artikel wenigeranzulegen hatte, wuchs die Kaufkraft auch für andere. Der ganzeLebensstandard wurde gehoben.
Rationalisierung, Preise und Löhnein den Vereinigten Staaten von Amerika .
Die neueste Rationalisierungsepoche nach dem Weltkrieghat diese konsumvermehrende, neue Arbeitskräfte erforderndeAuswirkung nur ganz vereinzelt und keineswegs gleichmäßig inallen Ländern gehabt. Am ausgeprägtesten in der Auto-
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