die Braunkohlen förderung sich nahezu verdoppelt hat (von87,24 auf rund 161 Millionen t). Die Einfuhr ist um 36 v. H.,die Aussuhr — beides aus Steinkohlenbrennwert umgerechnet —um 20 v. H. zurückgegangen, der Inlandsverbrauch je Kopf umetwa 1,3 v. H. gestiegen. Das ist angesichts der erheblich ver-besserten Ausnutzung der in der Kohle steckenden Wärmeein-heiten ein nicht ungünstiges Ergebnis. Die Arbeitsleistung jeKopf der Belegschaft ist im größten deutschen Kohlenrevier, demRuhrgebiet , trotz der Verkürzung der Schichtdauer auf 125,5v. 5). derjenigen von 1913 gestiegen. Das ist indessen allein aufdie vermehrte Maschinisierung des Abbaues wie der Förderungund auf die Beschränkung des Abbaues auf die reichhaltigstenGruben und Flötze zurückzuführen. 1913 wurden keine 19 v. H.der Steinkohle maschinell abgebaut, 1928 über 90 v. H. Alleinim Ruhrrevier waren 1928 73 Gruben weniger in Betrieb als1924, was zum großen Teil den endgültigen Verlust der inihnen enthaltenen Kohlenschätze bedeutet, ebenso wie den nichtin Abbau genommener Flötze der fortbetriebenen Gruben.Gegen 1913 waren 1928 im Ruhrrevier insgesamt 56 000 —14,1 v. H. Bergarbeiter weniger beschäftigt, gegen 1927 allein32 700 weniger. Im englischen Bergbau, wo man nicht sorationalisiert hat wie im deutschen, ist die Förderleistung je Kopfum 1,2 v. H. zurückgegangen.
Die Einfuhr von Steinkohle ist von 10,54 Millionen t imWert von 204,55 Millionen M. in 1913 auf 7,4 Millionen tim Wert von 148,22 Mill. RM, die Ausfuhr von 34,6 Mill. tim Wert von 516,42 Mill. M. auf 23,9 Mill. t im Werte von472,3 Mill. RM. in 1928 gesunken; letzteres als Folge des Ver-lustes von Ostoberschlesien und dem Saargebiet. Roch stärker dieAusfuhr von Steinkohlenpreßkohlen von 2,3 Millionen t auf0,677 Mill. t, wogegen sich die von Koks um 6,43 Mill. t imWert von 146,7 Mill. M. auf 8,89 Mill. t im Wert von223,7 Mill. NM. gehoben hat. In Braunkohlen und Braun-kohlenbriketts ist die 1913er Mehreinfuhr von 5 Mill. t mit24 Mill. M. auf 1,3 Mill. t zurückgegeangen, wobei der Wertder Ausfuhr den der Einfuhr noch um 4 Mill. RM. übertrifft.
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