für den kleinen Mann meist besser als die vor dem Krieg er-bauten. Durch die Mietszwangswirtschaft wird aber die Mieteder vor 1919 gebauten Wohnungen auf 120 der Vorkriegsmietebegrenzt, während der Lohnindex auf über 180 steht.
Der Anteil derKinderunterzwölfIahrenan der Gesamtbevölkerung ist gegen die Vorkriegs-zeit um mehr als 25 v. H. zurückgegangen, was eine wesent-liche Minderausgabe für das Aufziehen derKinder bedeutet, während andererseits dadurch die ver-heiratete Frau weit mehr in die Lage kommt, sich etwaszu verdienen. In noch höherem Maße ist das gegen früher beiden mit im Haus lebenden Töchtern von Beamten der Fall.Vei einer Vevölkerungsverminderung vonüber 5 Millionen gab es 1925 über 5 Mil-lionen mehr Erwerbstätige.
Der Verbrauch hochwertiger Nahrungs-mitte l hat zugenommen. Im ersten Vierteljahr 1927 hatte derFleischverbrauch je Kopf 99 v. H. des Durchschnitts von 1911/13erreicht, im ersten Quartal 1928 aber 113 v. H.! Das hindertedamals die Gewerkschaften nicht, trotz der bereits entschiedenrückgängigen Konjunktur, eine achtprozentige Lohnerhöhungdurchzusehen. Da der verarmte Mittelstand seinen Fleisch-verbrauch beträchtlich einschränken mußte, so muß der der Arbeiternoch weit stärker gestiegen sein, was auch durch in Hamburg anHaushaltsbüchern erhobene Vergleiche bestätigt wurde.
Obgleich Zahl und Milchergiebigkeit unserer Kühe den Vor-kriegsstand wieder erreicht, ja sogar übertroffen hat, führtenwir 1928: 1 265 534 Milchbutter und 537 100 Hartkäsegegen 542 390 Butter und 242 590 6? Hartkäse in 1913 ein.Unsere Ciereinfuhr stieg gleichzeitig von 1 667 510 ä? auf2 947 783 Z?, und das, trotzdem die Zahl unserer Legehenneneine starke Zunahme erfahren hat.
Die Einfuhr von Bananen stieg von 450 560 auf878 964 6?, die von Apelsinen und Mandarinenvon 1 452 610 auf 2 596 845 ä?, die von Zitronen von367 570 auf 558 867 äx, die von Rosinen von 181330 auf
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Gcorg Gothcln, Lohnpolitik
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