Vorrede
Golt sprach , die. Mes kommt mit der Ausgabe Wittenb. 1546 wörtlich überein.Was es aber mit dieser Tafel sonst für eine Bewandtnis habe: dieses zu untersu-eben, mag ich keine Stunde verschwenden. Genung, dass diesen Abdruck kein Aufse-her der Bibliothek für das ausgeben kann, wofür sie in der Aufschrift gehalten worden.
Der Druck der Kurzen Geschichte der Erfindung der Buchdruckerkunst ist dievornehmste Zierde dieser Schrift. Es haben diese Typen, den Anfangsbuchstabendazu genommen, ohne sicherst auf Hogarths Schönheitslinie zuberuffen, eineso schöne Form, dass Hr. Barth für seine Kosten, die er darauf verwandt hat,vollkommnen Beyfall verdienet. Sie ist aus der spätern sogenannten lateinischenAntiqua und der deutschen Fractur zusammengesetzt und einer vor unterschiednenJahren anderwärts projectirten vorzuziehen. So gebühret Hrn. Barth der Ruhm,dass er der erste Deutsche Buchdrucker ist, welcher mit dergleichen schönen Ty-pen nach 330 Jahren seine Officin versehen hat, üb״• deren künftigen Gebrauchsich manche Vorschläge machen liessen, die aber nicht hieher gehören.
Ueber die Verschönerung der neuesten beym Pränumerantm-Ferzeichnissgebrauchten Typen mögen Augenärzte bestimmter urtheilen, sehnliche lateinische,wo nicht noch kleinere , sogar Griechische , hatte der Buchdrucker Job. Janno-nius zu Sedain als Typos novissimos bey seinen sehr seltnen Ausgaben vom Virgil1 625 auch 1628, Horaz 1627 und Neuen Testament 1628, alle in klein 16, ge-braucht. Im Virgil von 1628 kann ich noch in einer Entfernung von | Fuss ohneHinderniß lesen, weil die Typen stumpfe Ecken haben und das Papier gar nichtblendend weiß ist. Allein auf solchem noch dazu geglättetem , sind diese Typenmit scharfen Ecken wahre Augentödter. Auf jeden Fall ließe sich eine itzt ge-wohnliche Speculation auf eine Suite von neuen Ausgaben der Lateinischen Clas-siker mit diesen Typis novissimis t^ratislaviensibus in Uhrtaschenformat machen,welche die elegante Welt mit Beyfall aufnehmen würde , oder auf eine Ilias in nuce.
Was die zweyte Abtheilung befrist: so ist wegen der gesammelten Nach-richten von den gedruckten Schriften schon einiges oben bemerkt worden. Dievornehmste Quelle, aus welcher die Geschichte Schlesischer Buchdrucker u, Officinenund die Notizen bis auf Baumann den ältern zu schöpfen waren, konnte keineandre seyn, als des seel. Prorect. beym Mar, Magd, Gymnasia Christian Runge
׳ schon