Druckschrift 
Geschichte der seit dreihundert Jahren in Breslau befindlichen Stadtbuchdruckerey als ein Beitrag zur allgemeinen Geschichte der Buchdruckerkunst : Mit 4 Bildnissen und 4 erläuternden Kupferplatten / [Johann August Barth ; Hr. Geiser ; Hr. Paritius. Johann Ephraim Scheibel [Vorr.]]
Entstehung
Seite
III
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Vorrede.

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Diese Bemerkungen vorausgesetzt: so werde ich mich nach der Ordnungdes Inhalts beyder Abtheilungen dieser Schrift noch auf einige anderweitige Zu-Sätze einschränken.

Den mit Absicht auf 3 Kupferplatten mitgetheilten Proben von Schrei-beschriften aus Originalurkunden vom Jahr 800-1430 hätte vielleicht eine nochältere aus der ältesten Handschrift der 4 lateinischen Evangelien auf ?erg. aufhiesiger öffentlichen Rehdigerischen Bibliothek können vorgesetzt werden, welchezuverlässig in das yte Jahrh, gehört, mithin eben so alt ist, als die Evangelici indes Bianchirli Evangeliario quadruplici; wiewohl schon in diesem Werk, vor-nehmlich in Mabillons Diplomatik und dem grossen diplomatischen .Werk derBenedictiner u, a. m. dergleichen Schriftprobe vorkommt. Desto merkwürdiger istdie auf der 3ten ?latte befindliche Copie von Guttenbergs erstem Druck mitHolzplatten, in welchem di-? schriftzüge ohnstreitig aus gleichzeitigen Missalenentlehnt sind»

Ein nick unerheblicher Zusatz hierzu würde gewesen seyn, dass auf ge-â achter Bibliothek sich ein Abdruck einer in eine Holztafel geschnittnen Deut-sehen Schrift von 12 Zeilen auf einer Quartseite mit folgender darüber gedruck-ten Aufschrift befindet:

Typus Tabulae ligneae, cui litterae, vel potius lineae integrae, imculptae.Insigne primae Artis Typographicae inventionis monumentimi,quod in sua osservai Bibliothecâ Zach. Cour, ab Uff enbach.

Der Besitzer hatte diesen Abdruck dem zuletzt hiesigen Elisab. Prorector undRehdig. Bibliothecar Deichsel verehrt, s. Deichseis Reisen in Bernoulli'sArchiv III. Th. S. 181, und es .werden mehrere von ihm ähnliche Abdrücke erhal-ten haben. Ohne aber erst die 12 Zeilen dieses Fragments hier abdrucken zu las-sen: so hat sich der Besitzer wegen dessen hohem Alterthum sehr geirrt. Esist die deutsche Currentschrift, aus welcher sie bestehet, viel zu jung, und,alles zugestanden, aus dem. 1 6ten Jahrh. Ferner enthalten diese 12 Zeilen ein Stückaus Euther s Uebersetzung 1 Mos. 1, fangen sich an aus vs. 10 mit den Worten:Thieren, vnnd mit Gevögel und endigen sich mit den Worten aus vs. 24: Vnnd

Golt