Geschichte der ersten Bresl. Buchdruckerey*
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George Bau ma η η der Jüngere.
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Ein Sohn des Vorhergehenden und der Magdalena verwittweten Scharffen-berg, gehohren zu Breslau den 4. Nov• 1592.
Frühe Neigung zu einer Kunst, die sein Vater mit so vielem Glücke undRuhme trieb, bewogen diesen, ihn in allen einem Buchdrucker unentbehrlichenWissenschaften unterrichten zu lassen. Mit solchen Vorkenntnissen versehen,kam er ums Jahr 1606 in die Lehre zu dem damals so berühmten Buchdruckerzu Liegnitz Nicolaus Sartorius (eigentlich Schneider). Eier hatte er wäh-rend seiner Lehrzeit das Unglück, im J. 1607 seinen Vater zu verlieren. Dies hielt vindess seine Mutter nicht ab , ihn nach ausgestandenen Lehren in fremde Län-der zu schicken. Der junge Baumann benutzte diese Gelegenheit gewissenhaftund lernte die damals so merkwürdigen Osficinen in Holland , Brabant, und denbenachbarten Provinzen genauer kennen. Drei Jahre war er auswärts, als seinerMutter die Aufsicht über die Druckerey allein zu führen zu schwer fiel. Erkam daher 161Z in seine Vaterstadt zurück und betrieb nun mit seiner Mutterzugleich die Geschäfte der Officin.
Im Jahre 1618 ward er endlich alleiniger Eigenthümer derselben und hei-rathetete bald darauf Maria geb. Reichel, eines Matthäi Lischkens, Bür-gers und Barbiers nachgelassne Wittwe, mit welcher er vier Töchter zeugte,davon aber nur zwei ihn überlebten. Nach îiner 22jährigen Ehe starb ihmdiese Gefährtin seines Lebens im J. 1639. Sechs Jahre blieb er darauf Witt-wer und beirathete dann Maria Deichstädtern, mit der er aber nur vierJahre, und zwar kinderlos, lebte, da ihn ein Schlagfluss, der ihn plötzlich den