„was Massen Ihr fürstl. Durch!. Herzog Maximilian inBayern die konigl. Hauptstadt Prag in Böheimb, den 9.Nov. diß 1620. Jahrs Sieghaft erobert und Triumphirlichdaselbst eingezogen" Kayscrl. Achtsklärung wider PfalzgrafFridcrich, Churfürst , Item Kaiserl. AchtsErklärung widerHans Georgen den Aeltern Markgrafen zu Brandenburg,Christiau Fürsten von Anhalt, und Georg Friderichcn Grafenzu Hohenloe" Kays. Majestät Kassation der widerrechtlichen,vermeinten für sich selbst nichtigen Wahl Gabrielen Betlenim Königreich H Ungarn" <ie pi^elio prilA6u«i/^ t^Is^s oiiKiueslliotuum IiuilK-^rieoruin sueeiuotü. relVit^tio und vieles audere dcrgl.Dann waren es überhaupt die Angelegenheiten der katholischen Kirche , fürwelche mehrere Druckereien von der Gesellschaft Jesu sehr häufig inAnspruch genommen wurden. So fanden die Vorfälle zwischen derRegierung in Frankreich und den Hugenotten von dieser Seite aus ihreBeleuchtung, uamentlich seitdem sich über die kirchlichen Einrichtungen inder Landschaft Bearn ein sehr erbitterter Streit erhoben hatte Ueberdie Missionsthätigkcit der Jesuiten in fremden Welttheilen erschienen beyChrusostomus Dabcrzhofer regelmäßige Berichte. Manche andereMittheilungen über die Secsiegc der Portugiesen und Spanier, über denKrieg des polnischen Königs Sigismund III. gegen Rußland , die dieselbePresse lieferte, zeugen von dem Interesse, mit welchem man die Neuigkeitendes Tages verfolgte. Im Allgemeinen aber war der unselige Krieg, der jetztseine Schrecken über das deutsche Vaterland verbreitete, nicht geeignet, denBuchhandel cmporzubringen. Die wenigen Schriften, die hier selbst, undzwar größtentheits in dem Verlage des Buchhändlers Joh. Weh, bis zumwcstphälischen Friedensschlüsse erschienen, betrafen meist die religiösenStreitfragen der Zeit oder die politische Stellung, in welche die Parteiendurch die Wechselfälle des Kriegs versetzt wurden Nach dem Kriege
*) «f. Ueber jene Verhältnisse z.V. Friedr. v. Raumers Geschichte Europas IV. p.48.**) In dem Cxeculionsrezeß vom Jahre 4649 wurde festgesetzt:
„Gleicher Gestalten es auch wegen der Druckerei) dahin verschen, daß von jederReligion 2 Censores verordnet werden, dergestaltcn, daß jede Religionsverwandtc derotheologische Bücher und Schriften durchgehen, revidiern und censirn. In politischenSchriften und Sachen aber die Censur insgesammt von allen vier oder nach Gelegenheitder vpeium von zwey Oonsoridus beschchen und ihnen von einem ers. Magistrat einsonderbar Decrct, wie Nro . 1. zu sehen, ertheilt werden solle, daß bei dero Pflichtennichts wider kaiserl. Majestät, den Religionsfrieden, wie auch jetzigen Reichsfriedensschluß