Druckschrift 
Augsburgs älteste Druckdenkmale und Formschneiderarbeiten, welche in der vereinigten königl. Kreis- und Stadtbibliothek daselbst aufbewahrt werden : nebst einer kurzen Geschichte des Bücherdruckes und Buchhandels in Augsburg ; mit 37 Abdrücken von Original-Holzschnitten aus dem 15. u. 16. Jahrhundert / von G. C. Mezger
Entstehung
Seite
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Die hiesige Bibliothek erhielt diese Formen im Jahre 1807 aus demseeularisirten Kloster St. Ulrich dcihicr. Wahrscheinlich wurden sie indemselben auch verfertiget, da die Aebte von jeher eifrige Beförderer derKünste waren.

Leider sind nur zwei Stöcke datirt: das A. B. C. Täfelchen, auf

so wer der tüfel fro,min kind tu nit alsodu soll sie ergeben mir,die du gebildet hast nach dir.

Qual,

strafet vns vmb sünde fal,

schmal, zal,

in gut viel böser wal,

such wir in disem iamertal,

srow das bedenck in dinem sal, /...'^

da du-st der engel schal,

in solchem hohen bn)s,

götlicher süßer spys,

ein alte schüssel vns her send,

die vns all weltlich lust erwend.

Nuff vns recht als der löwe tut,spys vns mit pellicanus blut,vns iüng als fenir in bei glut,sich vns recht als der strus syn bmr,stell blick gar hoch in adlcrs mut,magt vns din einhom vahe gut,gib hclfans sterck durch funden flut,du wol geblümte aarons rut,halt vns alltzyt in diner Hut,das lyb vnd sel behalten werd.

Sinnlichen menschen Huld gewinn,so in der guten werck zerrinn,wie klein der sünder gutz beginn,O himelische keiserinn,die trümmcr in ze samcn spinn,würck blümlin mit subtilem sinn,lustlich ze senhen gotes minn,din kind trüt lieblich by dem kinn,vnd spnch wend das der mensch icht bunn,die blümlin send ich dir von erd.

Toren ficht die to-heit an,syd der erste man,

sich nit besän,

wie kan,

der mensch dann

widerstan,

der Welt im selb deß tüfels ban,so im der geist nun gutes gan,so zücht der lichnam in herdan,dar umb bist du der selben van,din barmung nie an in zezran,maria höchster tröst,wys vns zu dem, der vns erloßt.

Vnd het ein mensch getan all fund,e die abgründ,in verschlünd,noch künd,

din tröst für hellisch bünderdencken barmherczig sünd,din Mich bet da nit erwünd,bis das got syn tzorn verswünd,vnd dir die sel ze lösen günd,dar vmb der engel münd,dich loben manigsalt,das du genad hast vnd gewalt.

Wend vns ewig achen,ler vns schwachen,vestenlichen wachen,das wir icht erkrachen,in dem rächendes sürin dachen,als die düuen spachen,in den fachen,solt du frid machen,das wir frölich werden lachen,vnder dines mantels fachen.

Zpo solt du bringen,mit gcdingen,das vns müg gelingen,