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können. Katharina war die Tochter Heinrichs vonSpangenberg und dessen Gemahlin Katharina, welchedas Haus zum Turm in der Nähe des Filzengraben be-wohnten 1 . Sie war einzige Tochter und der ElternNachlass auf sie allein übergegangen. Aus Zells Eheist ein Sohn hervorgegangen, den wir als Meister Jo-hann Zell und sogar mit dem Zusätze „von Hanau"bezeichnet finden, obwohl dabei Katharina von Span-genberg ausdrücklich als seine Mutter genannt ist. Am19. Januar 1488 findet sich des jungen Zells Name inder Matrikel 2 der Universität Köln: Joh. Ulrici impres-soris minorennis ad artes non iuravit et solyit, er wardamals also noch nicht vierzehn Jahre alt 3 . Über seinespätere Thätigkeit ist nichts bekannt, die Schreins-bücher geben nur über seine Familienverhältnisse eini-gen Aufschluss 4 . Das Geschäft seines Vaters ist vonihm nicht fortgesetzt worden.
lUrk. 54-56.
2 Manuskr. im Stadtarchiv zu Köln.
8 Vgl. Keussen, Die Matrikel d. Universität Köln I Einl. S. XXVIII:Publikationen d. Gesellschaft f. Rheinische Geschichtskunde VIII.
4 Johann Zell war zweimal verheiratet: i. mit Styngen Monnekop(Christine Mohnkopf) und 2. mit Johanna. Letztere,hat ihn überlebt undals Witwe am 18. Oktober 1544 den Erbzins von 5 Goldgulden, mit wel-chem Ulrich Zell die Wohn- und Geschäftshäuser belastet hatte, durchZahlung von 100 Goldgulden abgelöst. Der Besitz Zells an Maria-Lys-kirchen ist noch im Jahre 1606 Eigenthum der Familie. In zweiter Ehesind Johann Zell drei Töchter geboren, Katharina, Anna und Elisabeth.(Urk. 49—59.) In einem mit handschriftlichen Zusätzen von Forst ver-sehenen Exemplare von Winheims Sacrarium (Stadtarchiv) findet sichfolgende Angabe: „Oelrich Tzell und Joanna syn huisfraw haben hierfundirt 3 missen, pro dote dedit vineam in Riel." Hier ist entweder derVorname des Mannes oder der Frau unrichtig und die Frage, wer derSchenker gewesen, ob Vater oder Sohn, lässt sich nicht entscheiden.