Oo 3I OO
ist die Entstehungszeit der Schrift vermerkt, zumTeilmit Ortsangabe, so 1474,1477,1482,1483,1487,1490(hier mit Wohnungsangabe), zuletzt 1502 1 .
Von den undatierten ZELLschen Drucken verdientseines Inhalts wegen das seltene Büchlein des Hiero-nymus von Este, Libellus in praeconium urbis Agrip-pinae 2 eine besondere Erwähnung. Der Verfasser istein italienischer Humanist. Seine Studien hat er wohlnicht in Köln gemacht, da die Matrikel der Universitätseinen Namen nicht kennt, sein Weg muss ihn erst spä-ter nach der rheinischen Metropole geführt haben. MitHermann Buschius und Andreas Canter stand er infreundschaftlichem Verkehr; eines der in seinem ge-nannten Buche enthaltenen vermischten Gedichte istdiesen beiden Gelehrten gewidmet, ein anderes ist anBuschius allein gerichtet 3 . Manchen andern Kölnernsind ausserdem noch Gedichte zugeeignet. Unter die-sen findet sich zweimal Heinrich von Wesel, Bacca-laureus derRechte, Sprosse einer angesehenen KölnerFamilie. Ihm scheint der Dichter besonders nahe ge-standen zu haben; sein Buch ist mit einer Widmung anden Oheim desselben, den Doctor Heinrich von Wesel,Kanonikus des Apostelstiftes, versehen. Auch in Tri erscheint Hieronymus von Este verweilt zu haben, dasich eine Anzahl der Gedichte hierhin wendet. Nur derLiber primus und secundus entsprechen dem Titel desBuches, das Übrige ist vermischten Inhalts. Zwei andie h. Jungfrau gerichtete Gedichte beschliessen denCyklus und haben die Veranlassung gegeben, dasZELLsche Signet anzubringen. Für die ungefähre Ent-stehungszeit des Werkes ist an zwei Stellen ein An-
1 Vgl. S. 24 Anm. 7.
2 Hain *6688.
8 Eine von Köln 12 kal. Febr. 1498 datierte Ausgabe der Epigrammevon Busch enthält am Schluss Bl. 16» ein Widmungsgedicht des Hiero-nymus Estensis an Busch. Nordhoff a. a. O. S. 137.